Museumsprojekt mit einer achten Klasse des Dog bereit für Öffentlichkeit

Moderne Schüler machen aus Pegasos mal eben Peggy

Das Publikum entscheidet, wer gewinnt. ·

Verden - Unter dem Motto „Sagenhafte Schülerpferde“ steht eine Ausstellung im Deutschen Pferdemuseum. „Seit mehreren Jahren laden wir anlässlich des Internationalen Museumstages eine Verdener Schule zu einem gemeinsamen Museumsprojekt ein“, erklärte Museumspädagogin Ulrike Brockmann während der Ausstellungseröffnung. Dieses Mal hatte sich die Klasse 8F1 des Verdener Domgymnasiums der Herausforderung gestellt.

Von der „Originalität ihrer Ideen, dem Humor in den Geschichten und ihren ungewöhnlichen Einfällen“ war nicht nur Ulrike Brockmann überrascht. Sie hatte den Schülern das Thema vorgegeben, der Rest wurde in mehrmonatiger Arbeit von den 27 Schülern selbst entwickelt. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Lehrerinnen Alexandra Deberding und Ines Janz.

Dass es nicht nur ein Projekt für Pferdefreunde war, erklären die Exponate. Wer gerne mit Holz, Hammer und Nägeln arbeitet, konnte sich genauso einbringen, wie begeisterte Theaterspieler. 16 originelle Pferde skulpturen aus der griechischen Mythologie, Sagen und Märchen wurden geschaffen. Zu jeder hatten die Schüler eine speziell Performan ce ausgearbeitet, mit der sie die dahinter stehenden Geschichten und die besonderen Verhältnisse zwischen Pferd und Mensch verdeutlichten. So erzählten und spielten Dominik Bohling, Hendrik Obermeyer und Christoph Plate die Geschichte vom trojanischen Pferd. Wer am Ende gewinnen sollte, durfte bei ihnen jedoch das Publikum entscheiden.

„Viele Pferde der Mythologie hatten ein einzigartiges Verhältnis zu ihren Besitzern, zum Beispiel Bukephalos, das Streitross Alexander des Großen, der es bekam, als er etwa zwölf Jahre alt war“, so Plate, der die Eröffnungsrede der Klasse hielt. „Wir möchten, dass die Pferde der griechischen Antike hier zu neuem Leben erweckt werden. Dabei haben wir einen Weg gewählt, der auch immer mit unserer eigenen Welt, unseren Träumen, Ängsten und Vorstellungen zu tun hat.“ Ein Beispiel: Im Jahr 2011 nennen Achtklässler das beflügelte Pferd Pegasos nur liebevoll Peggy.

„Manchmal haben sich die Schüler beschwert, dass es so viel Arbeit ist“, verriet ihre Kunstlehrerin Alexandra Deberding.

Trotzdem haben sie sich der Aufgabe gestellt und, wie Betrachter sich überzeugen können, auf beeindruckende Weise erfüllt.

Bis zum 29. Mai ist die Ausstellung zu sehen. Am 21. Mai, dem Tag der kulturellen Vielfalt, sind die Schüler wieder vor Ort und kann das Publikum entscheiden, wer den Kampf um Troja gewinnt. · wb

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