Verden-Nienburger Band Impius Mundi spielt beim 24. Heavy-Metal-Festival

Mittelalterrock in Wacken

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Peter Heilen, Hannes Riedemann, Matthias Ehrlich, Lars Meyer, Claas Rüscher, Jonas Goltz und Ralf Bruns wollen Wacken unsicher machen.

Verden - VERDEN · Riesenerfolg für Impius Mundi: Wenn im August in Wacken das weltweit größte Heavy-Metal-Festival mit annähernd 200 Bands über die Bühne geht, wird die Mittelalterband mit Musikern aus Verden (Matthias Ehrlich, Geige; Peter Heilen, Dudelsack; Ralf Bruns, Schlagzeug) und Nienburg (Claas Rüscher, Bass und Gesang; Lars Meyer, Sackpfeife, Schalmei, Gesang; und Jonas Goltz, Gesang, Percussion) unter ihnen sein.

Die Band klingt anders als viele andere, sie hat sich musikalisch wunderbar weiter entwickelt und sie hat das gewisse Etwas, für das es keine fixe Beschreibung gibt. Und wenn schon Mittelalter, dann auch richtig: Die Kleidung der Musiker ist an längst vergangene Jahrhunderte angelehnt, ebenso wie die Sprache vieler Lieder nicht aus heutiger Zeit kommt.

In Verden haben Impius Mundi erstmals 2011 beim 1. Hallo-Verden-Festival die Stadthalle aufgemischt. Aktuell ist gerade ihre zweite CD „Diese Nacht...“ erschienen, deren Release-Party mit großem Erfolg in der Nienburger Mittelalter-Kneipe „Zum schwarzen Keiler“ gefeiert wurde. Und jetzt ist Daumen drücken für gutes Wetter angesagt, damit beim 24. Wacken Open Air vom 1. bis 3. August in der schleswig-holsteinischen Provinz die Stimmung nicht leidet.

Auf den Bühnen rockt alles, was die entsprechende Musikszene zu bieten hat. Altstar Alice Cooper etwa oder Motörhead, Deep Purple und Ramstein. Insgesamt können die (offiziell) 75 000 zahlenden Besucher an die 200 Bands erwarten. Die Veranstalter haben schließlich alles am Start, was in der Heavy-Metal-Szene Rang und Namen hat und mitten drin die Band Impius Mundi, die sich alleine durch die Bestätigung ihrer Festivalteilnahme im hohen Maße „geadelt“ fühlt. „Das ist eine ganz große Sache für uns. Spitzenmäßig, geradezu irre“, beschreibt Bandgitarrist und Sänger Hannes Riedemann die Stimmung bei Impius Mundi, was soviel wie „Das Gottlose der Welt“ bedeutet.

Die Band ist auf kräftigen Mittelalterrock fokussiert, wobei die Band geschickt und fantasievoll die Klänge von Schalmei und Dudelsack mit Bass, Gitarrenriffs oder Schlagwerk verbindet. „Mit Mainstream haben unsere Songs wenig zu tun“, heißt es auf der Homepage (http://www.impius-mundi.com) der Band, die ihre Wurzeln in der Grafschaft Hoya hat und sich im April 2006 zu Impius Mundi zusammengefunden hat. Die allesamt deutschen (und gut verständlichen) Liedtexte handeln vom Feiern, der Liebe und von der Lebensfreude, aber auch von Schlachten, Pest und dem Tod. Gefühle und Erfahrungen, die im Mittelalter allgegenwärtig waren. Ein kleiner Teil der Songs ist auf Basis alter überlieferter Musikstücke jener Zeit entstanden und wurde neu interpretiert.

Andere Stücke sind komplett neu arrangiert und vor allem auf der zweiten CD „Diese Nacht...“ entstanden, die gerade in den Handel gekommen ist. In den vergangenen Jahren sind Impius Mundi insbesondere im norddeutschen Raum aufgetreten und haben sämtliche Konzerte mit Bravour bestanden. Dabei gefällt auch ihre stil- und zeitgemäße Bühnenshow, in die oft eine Feuershow (Steffen Meyer) integriert ist. Für die Musiker ist der Auftritt in Wacken zudem eine Riesenchance, die sie nutzen wollen. „Wir werden unser Bestes und noch mehr geben“, so Heilen, der seine Brötchen als Lehrer am Verdener Domgymnasium verdient. Täglich etwa eine dreiviertel Stunde werden Impius Mundi in Wacken spielen. Dafür sind nun noch etliche zusätzliche Probeabende angesagt. „Wir werden proben, bis die Finger bluten“, heißt es aus den Reihen der Band.

Die neue CD „Diese Nacht...“ ist in Verden im Musikhaus Hartig und in Hoya bei Meyer in der Deichstraße für zehn Euro erhältlich. Außerdem über Amazon als Download. · nie

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