Tipps für Unternehmen beim Landkreis

Mitarbeiter halten durch Entfalten

Veranstalter und Referenten der gestrigen Veranstaltung, zu der die Ko-Stelle und die Wirtschaftsförderung eingeladen hatten.

Landkreis - (nie) · Mit zufriedenstellender Resonanz verlief die gemeinsame Fachtagung „Fachkräfte halten und qualifizieren“. Die Wirtschaftsförderung und die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Landkreis Verden hatte gestern Nachmittag dazu ins Kreishaus eingeladen.

Bereits bei der Begrüßung durch den Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung, Dieter Sander, wurde deutlich, dass es den Dreiklang von Fachkräfte halten, Fachkräfte qualifizieren und Fachkräfte gewinnen brauche. „Das Thema wird uns die nächsten zehn Jahre beschäftigen“, so Sander überzeugt. Zur Lösung der Fachkräftefrage sei daher ein konzertiertes Vorgehen erforderlich, vor dem sich kein Unternehmen verschließen dürfe, da die Deckung des Fachkräftebedarfs die Schlüsselfrage für die weitere ökonomische Entwicklung sei. Sander ging weiter auf demografische Prognosen ein, die einen kontinuierlichen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials bei gleichzeitigem Anstieg der Nachfrage nach neuen Fachkräften prognostiziert.

Dieser künftige Bedarf an Fachkräften setze sich aus einem Ersatz für altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidende Personen sowie einem Expansionsbedarf in Wachstumsbranchen zusammen.

Sander gab – ebenso wie Landrat Peter Bohlmann in seinen Grußworten – zu bedenken, dass dies keine Herausforderung in ferner Zukunft sei, sondern dass Engpässe bei Fachkräften bereits in einzelnen Branchen spürbar seien. „Das wird sich noch verstärken“, hieß es.

In den nachfolgenden Vorträgen wurde deutlich, dass sich Unternehmen zunehmend einiges einfallen lassen müssen, um Bewerber anzulocken und Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. So sprach etwa Carmen Hirschbach, Deutsche Employer Branding Akademie, davon, dass das Geheimnis einer niedrigen Personalfluktuation oft darin liege, den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Entfaltung zu geben. Auch Freiräume wie flexible Arbeitszeiten oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien Pfunde, mit denen gut aufgestellte Firmen wuchern.

Jeder Mitarbeiter solle seine eigenen Ziele und Vorstellungen verwirklichen, einschließlich der Praktikanten und Auszubildenden. Außerdem sollte guten und motivierten Auszubildenden nach dem Abschluss ihrer Ausbildung auch ein Übernahmeangebot vorgelegt werden können. Damit hätten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Attraktivität für Fachkräfte zu erhöhen.

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