Mister und Miss Verden bei Fleischrindertagen

Titel für „ein tolles Paar“

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Miss Deborah und Mister Aico: Ein Paar, das den Idealvorstellungen ihrer Rassen voll entspricht.

Verden - Großes Spektakel in der Verdener Niedersachsenhalle, wo hunderte Züchter und Schaulustige zu den 37. Niedersächsischen Fleischrindertagen strömten. Für die Züchter ist die publikumswirksame Veranstaltung alljährlich eine einmalige Gelegenheit sich und ihre züchterischen Leistungen zu präsentieren.

Vor Auktionsbeginn am Sonnabendmorgen zogen die Schaurinder beim Rangieren und die Jungzüchter die Aufmerksamkeit des internationalen Publikums auf sich. Daran schloss sich der starke Auftritt der Siegerbullen, ihre Parade und nachfolgend die Wahl einer Miss und eines Mister Verden an. Der Titel für die Schönste unter den Kühen ging an die Karl-Tochter Deborah, ein Galloway-Rind aus der Zucht von Carsten Haase (Dinklage). Ihr männliches Gegenstück, der Charolais-Bulle Aico, stammt aus der Zuchtstätte von Ernst-August Arndt in Syke.

„Ein tolles Paar, das den Idealvorstellungen ihrer Rassen voll entspricht“ kommentierten der Aufsichtsratsvorsitzende der Masterrind, Otto Lattwesen, und Johannes Röttger, Fachberater für Fleischrinder im Vertrieb der Masterrind, ihren Auftritt.

Pünktlich um 12 Uhr begann die Versteigerung der Verkaufsbullen und die Veranstaltung wurde erneut ihrem Ruf als wichtiger Auktionsstandort für Fleischrinder gerecht. Geboten wurde in allen acht Rassen hervorragende Qualität, wobei besonders die Rassen Limousin, Charolais und Angus herausstachen. Insgesamt 144 Bullen fanden neue Besitzer. Der Zuschlag von Auktionator Torsten Kirstein erfolgte zügig und ergab einen Durchschnittspreis von 3059,20 Euro.

„Verdener Spätlese“ auf den Fleischrindertagen

Den mit 8200 Euro höchsten Zuschlag erhielt der Limousinbulle Bristol, ein Brioni-Sohn vom Hof Hermann Kruse in Syke, der künftig in einem großen Zuchtbetrieb im östlichen Niedersachsen zum Einsatz kommt. Als zweitteuerster Bulle wechselte der Blonde D'Aquitaine-Bulle GOL Ulou (Züchter Klaus-Dieter Golze; Dassel) für 6500 Euro den Besitzer. Er wird fortan auf einer Besamungsstation im süddeutschen Memmingen eingesetzt. Einen Spitzenpreis erzielte zudem der Gallowaybullen Optimist, dessen erlesenes Pedigree der Masterrind 4000 Euro wert ist. Auch der amtierende Mister Verden überzeugte preislich. Der Star der Bullenparade ging für 5800 Euro an einen Bieter aus Kirchlinteln.

Niedersächsische Fleischrindertage - der Sonnabend

Diesen Start ins neue Fleischrinderjahr bewertete Johannes Röttger dann auch als rundum positiv. „Wir haben eine neue Rekordabsatzmarke erreicht. Von 144 hochveranlagten Bullen wurden 139 in sämtliche Bundesländer sowie eine größere Stückzahl nach Lettland verkauft. Der Markt ist nahezu komplett geräumt.“

Die Fleischrindertage seien also weiter auf Rekordkurs und der Gesamtumsatz aus der Verdener Spätlese am Züchterabend (lesen Sie auf Verden weiter!) mit 49500 Euro und der Bullenauktion mit 431350 Euro über 480850 Euro spiegele die hohe Qualität der Verkaufstiere wider.

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