Straßenbauamt schlägt neue Lösung für die Kreuzung Am Damm / Grüne Straße / Lange Straße vor und Ortsrat ist dafür

Mini-Kreisel soll Verkehr entzerren

Der Bereich in der Ottersberger Ortsmitte soll mit einem Mini-Kreisel entschärft werden.

Ottersberg - (woe) · Da staunten Ottersbergs Kommunalpolitiker. Denn in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Ottersberg überraschte Bauamtsleiter Ralf Schack das Gremium und selbst Bürgermeister Horst Hofmann mit brandneuer Information zur Entschärfung des Verkehrsproblems am Knotenpunkt Am Damm, Grüne Straße und Lange Straße.

War in den vergangenen Wochen die Rede davon, an dieser Stelle zwischen dem Biomarkt und der Polizeistation das Verkehrsproblem mit einer abknickenden Vorfahrt in Richtung Lange Straße zu lösen, gibt es nun eine neue Variante. „Das Straßenbauamt hat vorgeschlagen, einen Mini-Kreisel dort einzurichten“, informierte Schack. Der Kreiselbau würde den Flecken 75 000 Euro kosten.

Das Anlegen einer abknickenden Vorfahrt, wobei das ehemalige Peymannsche Haus im Besitz der Gemeinde abgerissen werden müsste, um die Zufahrt zum Biomarkt zu gewährleisten, käme teurer. „84 000 Euro plus Abrissgebühren“ wären dafür fällig, sagte Schack.

Aber nicht nur die Verkehrsbehörde favorisiert den Kreisel, sondern auch die Kommunalpolitik fand daran in der Sitzung Gefallen. Es gab jedoch auch Einwände dagegen.

Der stellvertretende Ortsbürgermeister Jürgen Baumgartner (FBO) hinterfragte den Vorschlag kritisch: „Da haben wir das Eckgrundstück für 200 000 Euro und das Peymannsche Haus gekauft. Dabei hätten wir den Kreisel schon längst haben können.“

Ortsbürgermeister Klaus Rebentisch (CDU) hielt dagegen, dass der Mini-Kreisel ein Provisorium wäre, um schnellstmöglich die Verkehrsprobleme an dieser Stelle zu entschärfen. An einer „großen Lösung“ halte man immer noch fest. Deshalb habe die Gemeinde die Immobilien erworben.

Ob die große Lösung in den nächsten Jahren angesichts der angespannten Haushaltslage tatsächlich kommen wird? Das zweifelte Tim Weber (FBO) stark an. „Die große Lösung ist doch gar nicht drin. Der Mini-Kreisel wird länger Bestand haben“, zeigte sich Weber überzeugt.

Schon alleine aus Kostengründen befürwortete Annegret Reysen (SPD) einen Mini-Kreisel. Der sei ohne große Baumaßnahme möglich, betonte sie. Zwei, drei Wochen würde in diesem Fall gebuddelt werden, merkte Bürgermeister Hofmann an.

„Die abknickende Vorfahrt ist nicht realisierbar. Das habe ich immer schon gesagt“, stellte schließlich Rainer Schnäpp fest. „So werden wir von der SPD beantragen, die Planungsgenehmigung zum Erstellen eines Kreisverkehrs Am Damm / Grüne Straße / Lange Straße unter Mitfinanzierung durch Gewerbeanlieger Am Damm einzuleiten.“

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