„White Horse Theatre“ an der Grundschule in Etelsen: Hier wird Englisch (fast) wie von selbst gelernt

Mehr als nur ein Theaterstück

Eva Sampson und Robert Southworth mimten die englischen Eichhörnchen – und heraus kam ein Theaterstück mit jeder Menge Spaß, Englischunterricht und sogar ein bisschen Völkerverständigung.

Etelsen - (pma) · Es war viel mehr als nur Theater, was den Dritt- und Viertklässlern in der Grundschule Etelsen geboten wurde. Das „White Horse Theatre“ war zu Gast und gab das Stück „The Tale of Susie Squirrel“ (Die Geschichte der Susie Eichhörnchen) zum Besten. Nun könnte man meinen, dass Kinder in dem Alter, da sie kaum Englischunterricht hatten, nur wenig verstehen würden.

Genau hier setzt die Theatergruppe an. Geschickt verstanden es die Schauspieler, die Kinder einzubeziehen und zum Mitmachen zu animieren. Wem dabei die eine oder andere Vokabel fehlte, verstand trotzdem das Stück und lernte wie von selbst noch dazu.

Das Bühnenbild zeigte eine Waldhöhle, in der das Eichhörnchen Susie (Eva Sampson) gemeinsam mit ihrer Mutter (Robert Southworth) lebte. Susie bat die Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn, sie nicht an ihre Mutter zu verraten, da es Zeit sei, ihr Zimmer aufzuräumen.

Und dass auch ein kleines Eichhörnchen dazu eigentlich keine Lust hat, versteht sich von selbst. Zwar gab die Kleine letztendlich nach und verrichtete ihre Pflicht, bezog die Grundschüler dabei aber so geschickt ein, dass diese ihr auf englisch zuriefen, dass beispielsweise eine Hose in den Schrank gehört, welche Farbe die Bettwäsche hatte und dass getragene Socken, die gemäß Susies Gesichtsausdruck nicht mehr gut rochen, eindeutig ihren Platz in der Schmutzwäsche finden müssten.

Nachdem alle Arbeit verrichtet war, durfte Susie endlich im Wald spielen gehen. Allerdings begegnete sie dort dem Fuchs, der sie doch sehr gemein in eine Falle locken wollte. Am Ende ging es gut aus, soviel sei verraten. Schließlich fieberten die Kinder ordentlich mit und lenkten das Eichhörnchen Susie, die richtige Entscheidung zu treffen. Dabei dürfte das Erlebnis für die Kinder, sich ganz selbstverständlich in Englisch statt Deutsch auszudrücken, einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

„Wir sind dem Förderverein unserer Schule wirklich sehr dankbar, der dieses besondere Erlebnis für unsere Schüler möglich gemacht hat“, freute sich Englischlehrerin und Organisatorin Angelika Arlt. Dabei betonte die Pädagogin, dass sie besonders das Konzept überzeugt habe, Theater mit ausschließlich englischsprachigen Schauspielern präsentieren zu können.

Der Darsteller Robert Southworth erklärte, dass sich das „White Horse Theatre“ als eine Verbindung zwischen den Völkern verstehe, und zwar angefangen bei den ganz Kleinen.

So bietet die Theatertruppe englischsprachige Stücke für verschiedene Altersgruppen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden und sogar Japan an. Inzwischen ist sie zu Europas größtem pädagogischen Tourneetheater geworden.

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