FrauenUnternehmen feiert fünfjähriges Bestehen / Ministerin Mechthild Ross-Luttmann Ehrengast

Mehr Firmen denken pro Familie

Die zweite stellvertretende Landrätin Karin Labinsky-Meyer sowie Ingeborg Brase und Claudia Erdmann, die Vorsitzenden von FrauenUnternehmen (v.l.), stoßen auf den Vereinsgeburtstag an.Fotos (2): Niemann

Verden - (nie) · Es war keiner der üblichen Neujahrsempfänge mit strengem Protokoll, sondern mehr ein geselliges Beisammensein der Vereinsmitglieder von FrauenUnternehmen sowie weiteren Gästen. Im Domherrenhaus feierten sie am Donnerstag die Vereinsgründung vor fünf Jahren.

Natürlich gab es auch ein Programm. Doch da mussten die Gastgeber gleich ein wenig improvisieren, weil sich der Ehrengast, die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Mechthild Ross-Luttmann, wegen vorausgegangener Termine verspätet hatte.

Eingebettet zwischen Auftritten der jungen Pianistin Johanna Vogel von der Musikschule Vogler und zwei Auftritten des hannoverschen Unternehmenstheaters Masemann + Messer, begrüßten zunächst die Vorsitzenden Ingeborg Brase und Claudia Erdmann die zahlreichen Gäste, reflektierten vergangene Ereignisse und gaben einen kurzen Ausblick auf künftige Veranstaltungen und Aktivitäten.

„Die Erwerbstätigkeit und Unternehmen von Frauen sind ein ganz relevanter Wirtschaftsfaktor, landes- wie bundesweit“, sagte Ross-Luttmann in ihrer Festrede. In Niedersachsen seien 66,7 Prozent der Frauen erwerbstätig, wenngleich man den darin enthaltenen hohen Anteil an Teilzeitarbeit nicht verhehlen dürfe. Familienfreundlichkeit und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde künftig in Niedersachsen noch größer geschrieben, sagte die Ministerin. Sie stellte auch entsprechende Förderprogramme sowie die Ergebnisse diverser Studien vor.

Nach den Worten von Mechthild Ross-Luttmann haben inzwischen immer mehr Unternehmen erkannt, dass sich Maßnahmen zur Verbesserung dieser Vereinbarkeit rechneten, und zwar für alle Beteiligten. Hier seien insbesondere die 15 Koordinierungsstellen im Land aktiv, Firmen vor Ort für eine familienfreundliche Unternehmenspolitik zu sensibilisieren. „Wir können es uns nicht leisten, auf gut ausgebildete Frauen zu verzichten“, hieß es weiter und, dass Frauen, etwa bei einer Existenzgründung, häufig mit anderen Rahmenbedingungen konfrontiert würden als Männer.

Frauen gründeten anders. Sie unterschieden sich vielfach in der Herangehensweise und dem Gründungsverhalten sowie in ihrer Erwerbsbiographie von den Männern. Ross-Luttmann: „Frauen mit innovativen Ideen tragen dazu bei, Arbeitsplätze zu schaffen und den Herausforderungen des Strukturwandels zu begegnen.“

Zum nächsten Stammtisch treffen sich die Mitglieder von Frauenunternehmen am Donnerstag, 11. März, um 20 Uhr, im Akzent Hotel Höltje. Gäste sind – auch zu den Veranstaltungen des Vereins – jederzeit und ohne vorherige Anmeldung willkommen.

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