Matthias und Susan Radczweske: Wenn zwei Schornsteinfeger heiraten

Das doppelte Glück

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Jetzt ein Ehepaar: Matthias und Susan Radczweske.

Verden - Glück hat, so sagt man, wer einen Schornsteinfeger sieht. Sollte dieser Volksglaube tatsächlich zutreffen, dann werden Matthias und Susan Radczweske, geb. Radant, fortan ganz viel davon in ihrer gemeinsamen Zukunft haben.

Denn während sich der selbstständige Schornsteinfegermeister und die angestellte Schornsteinfegermeisterin gestern im Verdener Domherrenhaus das Jawort gaben, hatten sich 19 große Schornsteinfeger in Berufskluft zum Spalier aufgestellt. Denn sogar das frisch vermählte Ehepaar glaubt fest daran, dass diese Tradition Glück bringt.

Glückwünsche für ihre gemeinsame Zukunft bekommen natürlich alle Hochzeitspaare. Wenn aber zwei Schornsteinfeger den Schritt in die Ehe wagen, bringen sie selbst ja auch noch eine zusätzliche Portion Glück mit.

Sogar kennen gelernt hat sich das Paar im weitesten Sinne auf dem Dach: 2004 waren sie Arbeitskollegen im Betrieb von Schornsteinfegermeister Fritz Krause in Verden-Dauelsen, der gestern natürlich auch Spalier stand und der Braut Blumen und das Geschenk der Kollegen überreichte. „Ich habe dort gelernt und Matthias war als Geselle angestellt“, erzählt die junge Frau.

Bis es dann zwischenmenschlich bei den beiden gefunkt hat, gingen aber noch sage und schreibe sieben Jahre ins Land. „Das war 2011, beim Tanz in den Mai in Blender, da hat es uns endlich erwischt. Gut Ding braucht eben Weile“, schmunzelt die 27-Jährige. Schornsteinfeger-Ehen sind eher selten. Wenn einer in der Ehe Schornsteinfeger ist, gilt das Glück schon als abonniert, gibt der 38-jährige Ehemann wider, was er häufig in seiner Umgebung hört. Und wenn sogar beide dieser Zunft angehören, könnte man sich vor Glück ohnehin nicht mehr retten.

Beide finden das irgendwie zutreffend, weil sie sich ja schließlich gefunden haben. Welche Steigerung des Glücks könnte es da noch geben? Vielleicht noch das Glück, zusammen zu arbeiten? Doch das möchten die jungen Eheleute bewusst nicht. Matthias Radczewske hat sich vor drei Jahren selbstständig gemacht, während seine Frau als Meisterin bei dem Verdener Kollegen Helge Smidt arbeitet. Und das, so sagen sie einmütig, solle auch so bleiben. „Das ist für uns kein Thema. Ich hänge an meinem Job und an meinen Kunden, die ich seit acht Jahren kenne“, unterstreicht sie.

Gefeiert hat das Paar gestern übrigens mit 50,5 Gästen – Nichte Ida ist erst neun Monate alt – in Pades Restaurant. Die Hochzeitsreise muss allerdings noch warten, wird aber im kommenden Jahr nachgeholt. Wohin wird die Reise gehen? „Auf jeden Fall in die Wärme“, ist sich das Paar auch in dieser Frage einig.

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