„Landkunst in Eckstever“ bietet allen Raum für Kreativität / Dokumentation

Malen, bauen und formen mitten in der Natur im Wald

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Gastgeberin Anja Froben und Projektinitiatorin Susanne Stuwe-Thiel (re.) eröffneten die Ausstellung, die die „Landkunst in Eckstever“ dokumentiert. ·

Ottersberg - „Landkunst in Eckstever“ – was sich dahinter verbirgt, zeigt bis zum 14. Juni eine umfassende Ausstellung in den beiden Galerieräumen der Ottersberger Buchhandlung Froben. Die Initiatorin von „Landkunst in Eckstever“, Künstlerin Susanne Stuwe-Thiel, begrüßte zur Eröffnung zahlreiche Besucher, darunter auch Kunstschaffende, die sich seit Gründung des Kunstpfades 2010 immer wieder mit originellen Werken beteiligen. Neben einer ausführlichen Fotodokumentation zeigt die Ausstellung auch ein paar Original-Kunstwerke.

Mit Bedauern informierte Stuwe-Thiel darüber, dass im Winter 13 präsentable Eichen abgeholzt wurden und das Wäldchen, in dem sich der Kunstpfad am Ortseingang von Eckstever befindet, nun sehr licht geworden ist. Dabei „hat sich der Kunstpfad, der sich durch das Wäldchen schlängelt, mehr und mehr zu einem Mittelpunkt des Ortes entwickelt, der von der Bevölkerung gut angenommen wird“. Auf öffentlichem Grund habe sich dort ein Forum für experimentelle Kunst gebildet. „Es kommen immer neue Mitmacher hinzu und man kann beobachten, dass sich alles mehr und mehr mit einer beeindruckenden Eigendynamik zu einem sozialen Punkt bildet“, so Stuwe-Thiel. Da viele Werke aus natürlichen Materialien und Fundstücken aus dem Wald entstünden und auch Wind und Wetter ausgesetzt seien, könne man immer ein Werden und Vergehen beobachten. Diese Wandelbarkeit im Jahreslauf mache den besonderen Reiz des Pfades aus und locke Besucher an, auch mehrmals im Jahr vorbeizuschauen, weil es immer etwas Neues zu schauen gebe. Sowohl etablierte Kunstschaffende als auch Hobbykünstler und Kinder ließen hier ihrer Phantasie freien Lauf.

Das Spazieren über den Kunstpfad biete Besuchern die Möglichkeit, „Gedanken zur Natur nachzugehen und den inneren Raum weit zu öffnen“, empfahl Susanne Stuwe-Thiel. Allein ein Rundgang durch die Ausstellung macht Lust auf einen Abstecher nach Eckstever. Da ist zunächst der Wächter, ein Werk der Initiatorin selbst und quasi das Herzstück des Wäldchens: An einer hohen, schlanken Eiche hat Stuwe-Thiel künstlerisch gestaltete Augenpaare angebracht, die dem Besucher aus verschiedenen Perspektiven und luftiger Höhe auf Schritt und Tritt zu folgen scheinen. Anders als die toten Linsen von Überwachungskameras scheinen die Augen lebendig zu sein. Sie blicken mal neugierig, mal erstaunt, aber immer aufmerksam.

Andere Hingucker sind mit Leuchtfarben bemalte Äste, Bilder von Schnabelfischen und Flossenvögeln sowie seltsame Kokons, die zwischen grünen Blättern baumeln, und eine mystische goldene Kugel, die zwischen Seilen hängt.

Die Ausstellung informiert darüber hinaus über alle Aktivitäten, Kurse und Präsentationen, die Teilnehmer der „Landkunst“ interessieren können. · kr

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