Neue Reihe im Musikkeller Katakomben serviert Lieblingssongs mal anders

Des Liedes neue Kleider

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Das Zahnrad als Logo und Prinzip der Konzertreihe: Olli Benkel und Till Simon mit dem Plakat zur „Song Factory“. ·

Achim - Jeder kennt mindestens einen – niemals wird man müde, ihn zu hören: den Lieblingssong. Richtig interessant wird es aber erst, wenn Gitarrenriffs und Melodien nicht im ewig gleichen Gewand daherkommen, sondern es gelingt, diese in eine völlig andere Musikrichtung zu übertragen. „Song Factory“ heißt die neue Konzertreihe im Musikkeller Katakomben, die sich genau das zum Ziel gesetzt hat.

Musik-Genres stellen dabei keine Grenzen dar – möglich sind Coverversionen wie etwa ZZ-Tops „Sharp Dressed Man“ als Ballade oder Ronan Keatings Schmusesong „You say it best, when you say nothing at all“ in einer tanzbaren Rockvariante. Von Schlager bis Swing kann mit den Liedern alles geschehen. „Die Idee ist, die Lieder, die sich das Publikum selber auswählt, wie durch Zahnradmühlen zu drehen, also nicht nur nachzuspielen, sondern wirklich zu interpretieren“, sagt Till Simon von der gleichnamigen Musikschule. Ab sofort liegen dafür Flyer im Musikkeller Katakomben aus. Aus den eingegangenen Kärtchen im Postkartenformat wählen die Musiker bestimmte Songs aus, aus denen sie dann neue musikalische Aspekte herauskitzeln.

Auf der Bühne stehen neben Sänger und Gitarrist Till Simon die Bremer Musiker Pete (Keyboard und Piano) und Christian Gorecki (Bass). Der Musikkeller Katakomben ist für Simon „ein bisschen wie nach Hause kommen“. Etwa zweimal im Jahr tritt er dort auf. „Musiker schätzen bei uns die besondere familiäre Atmosphäre, die Nähe zum Publikum“, sagt Katakomben-Geschäftsführer Olli Benkel.

Als Till Simon seinem Bekannten Olli Benkel die Idee mit dem Wunschkonzert vorschlug, war er sofort begeistert. Schnell warb man befreundete Musiker an, entwarf Flyer und wählte Songs für die Playlist aus.

„Das Publikum dafür ist im Prinzip jetzt schon da, denn immer wieder gab es Leute, die sich bei unseren Auftritten einzelne Songs wünschen wollten“, sagt Simon. Mit mehr als 50 eingegangenen Wunschkarten gibt es schon genügend Material für mindestens drei Konzerte. Die Wünsche gelten allerdings immer nur für das kommende Konzert. Für den ersten Auftritt hat Till Simon 15 Songs ausgewählt. „Man muss in die Stücke schon etwas Liebe reinstecken“, begründet er die Auslese. Wer seinen Song also nicht gehört hat und ihn unbedingt noch hören will, muss ihn sich zum nächsten Termin nochmal wünschen.

Das Mitmachen lohnt sich in doppelter Hinsicht: Alle Einsender nehmen auch an einer kleinen Verlosung teil. Als Preis gibt es voraussichtlich einen Verzehrgutschein für den Musikkeller oder eine Probestunde in der Musikschule Till Simon.

Die neue Konzertreihe startet am Freitag, 10. Februar, um 20 Uhr im Musikkeller Katakomben. Der Eintritt ist frei. In loser Reihenfolge sollen weitere Termine folgen. · ldu

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