Enkelin vermachte dem Kunstverein Fischerhude den Nachlass des Malers Hermann Angermeyer

„Licht auf Leinwand gegossen“

„Abend an der Wümme“ lautet der Titel dieses Gemäldes, das zum Nachlass Hermann Angermeyers gehört.

Fischerhude - (kr) · Hermann Angermeyer (1868 bis 1955) galt als der Fischerhuder Maler, der „Licht auf die Leinwand gießen“ konnte. Steht man vor einem seiner Werke, ohne auf die Signatur zu achten, so sind goldene und gelb-leuchtende Farbakzente für ihn typisch.

Bäuerliche Landschaften und Bilder der Wümme im Mondlicht oder Wiesen im Morgennebel, die das erste Licht hinter den Wolken ahnen lassen, Bilder, Zeichnungen und Skizzen von Hermann Angermeyer können Kunstfreunde in den Galerieräumen des Fischerhuder Kunstvereins in Buthmanns Hof künftig öfter sehen.

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Auch solche, die sich bisher im Besitz von Brigitte Sternberg, der Enkelin Hermann Angermeyers, befanden. Die Malerin starb vor etwa einem Jahr. Den Nachlass ihres Großvaters, zu dem auch ein finanzieller Teil gehört, vermachte sie dem Fischerhuder Kunstverein. „Der Verein hat seit längerer Zeit zwei Gemälde als Dauerleihgabe von Brigitte Sternberg. Diese Schätze gehören ebenfalls zu dem Erbe, über das man nichts anderes als Freude empfinden kann“, sagte Wolf-Dietmar Stock, Vorsitzender des Kunstvereins.

Mit Ingrid Brandt erarbeitete er ein Werkverzeichnis, das das Leben und Schaffen Hermann Angermeyers auf 96 Seiten erfasst. Noch wurde das Buch der Öffentlichkeit nicht vorgestellt, aber nach der Jahreshauptversammlung am 4. Dezember soll dies unverzüglich geschehen.

Das Buch schließt eine Lücke in der Dokumentation Fischerhuder Maler. „Frau Sternberg, die ihren Großvater sehr verehrt hat, ist oft und gerne hier in Fischerhude gewesen. Beide Ausstellungen ihres Großvaters, die wir ausgerichtet haben, hat sie besucht und sich mehrere Tage im Ort aufgehalten. Schon damals deutete sie an, dass es ihr wichtig war, dass der Nachlass geschätzt, gepflegt, dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dass wir jetzt eine solche Schatzkiste bekommen haben, berührt uns sehr“, so Stock. Gleichzeitig sei der Nachlass eine Verpflichtung, das Andenken an den genialen Maler in der Erinnerung wach zu halten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte Hermann Angermeyer zu den Sommergästen des Malerdorfes. Er verstand es, alltägliche Geschichten im impressionistischen Stil festzuhalten. 1938 zog er nach Fischerhude, wo er im Haus von Lehrer Heinbokel in der Bredenau eine Wohnung bezog. Sein Atelier befand sich im Krummen Ort bei Brüning. Überliefert ist, dass Angermeyer, wenn er sich auf den Heimweg in die Bredenau machte, gerne bei Berkelmann einkehrte. Meistens hatte er ein oder zwei Bilder bei sich. In der Regel kauften ihm Gäste seine Bilder ab, bevor die Farbe getrocknet war. „Angermeyer war schon zu Lebzeiten ein gefragter Maler“, so Stock.

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