Samtgemeinderat verabschiedet Konzept mehrheitlich / Einste als Knackpunkt

„Letztes Gefecht“ um Feuerwehr-Standorte

Thedinghausen - SAMTGEMEINDE/FELDE · Der Neubau von Feuerwehrhäusern und die Standortfrage beschäftigte am Mittwochabend abschließend den Samtgemeinderat bei seiner Sitzung im Gasthaus Schierloh in Felde.

Soviel vorweg: Das vorliegende Konzept, das wir bereits ausführlich vorgestellt haben, wurde mit Mehrheit beschlossen.

Demnach kann mit einem Neubau in Intschede baldmöglichst begonnen werden. Hier fehlt nur noch die Baugenehmigung. Hinten auf der Liste steht das „Spritzenhaus“ in Beppen. Dieses Vorhaben soll in einigen Jahren realisiert werden, wenn Beppen ein neues Löschfahrzeug erhält. Dieses würde nicht mehr ins alte Gebäude passen. Ein Neubau, dann am Schützenplatz, tut Not. Emtinghausen und Bahlum bleiben selbstständige Wehren, sollen aber in absehbarer Zeit ein gemeinsames (neues) Domizil beziehen.

Uneinigkeit herrschte im Rat über die Standorte Blender und Einste. Unstrittig war zwar, dass der Einster „Schuppen“ absolut nicht mehr tragbar sei. Doch die Grünen, unterstützt vom UBL-Vertreter Daniel Strassner und einigen CDU-Ratsmitgliedern, hielten einen Neubau für nicht zukunftsweisend.

Der Tenor, erläutert von Karl-Heinz Rengstorf (Grüne): Die Einster, in welcher organisatorischen und baulichen Konstruktion auch immer, würden auch im Feuerwehrhaus der Stützpunktwehr Blender Platz finden. Das liegt schließlich nur einen Kilometer entfernt.

Harsche Kritik, quer durch alle Fraktionen, prasselte daraufhin auf die Grünen ein. Zum einen waren es konzeptionelle Dinge, die dem Ansinnen entgegen gehalten wurden – beispielsweise schnelle Verfügbarkeit der Einsatzkräfte in einem bestimmten Radius, Nachwuchswerbung in heimatlichen Gefilden oder die Sorge, dass eine äußerst aktive kleine Wehr zerschlagen werden könnte.

Ebenso heftig war die Kritik an den Grünen mit Blick auf die parlamentarische Vorgehensweise. „Wir haben in dieser Sache etliche Ausschuss-Sitzungen gehabt und dabei mühevoll ein Ergebnis erarbeitet. Ein solcher Rückzieher hätte den Grünen auch eher einfallen können. So kann man monatelange Vorarbeit nicht missachten“, meinte Diethelm Ehlers (SPD). Seine Parteikollegin Anke Fahrenholz zeigte sich ebenso entrüstet wie Hanfried Lübkemann (FDP) über den „Umfaller“ der Grünen. Stefan Burkel (SPD) erinnerte daran, dass man den Freiwilligen Feuerwehren, die eine Plichtaufgabe der Kommunen wahrnehmen, auch ein vernünftiges Umfeld schaffen müsse. Auch Ratsvorsitzender Axel Rott (CDU) schlug sich klar auf die Seite der Konzept-Befürworter. Mit indirekter Anspielung auf das zwischenzeitliche Desaster bei der Wahl des Samtgemeindebrandmeisters im letzten Jahr mahnte er einen Umgang mit den Feuerwehren an, der diese nicht total verprelle.

Letztlich wurde das Gesamtkonzept (eine Einzelabstimmung über jedes einzelne Vorhaben kam nicht durch) mit 18-Ja-Stimmen (darunter auch zwei Grüne), drei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen beschlossen. · sp

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