Breitband Landkreis Verden GmbH gegründet / Schnelleres Internet überall

Breitband Landkreis Verden GmbH gegründet

Landrat Peter Bohlmann (l.) mit den Bürgermeistern und Vertretern der beiden Stadtwerke bei der Gründungsversammlung.

Verden - VERDEN/LANDKREIS · Die Gründung der Breitband Landkreis Verden GmbH ist seit Donnerstag notariell besiegelt. Diese kommunale Gesellschaft soll den gesamten Landkreis fit für die digitale Zukunft machen.

Beteiligt an der Breitband Landkreis Verden GmbH ist als Hauptgesellschafter der Landkreis Verden mit 43 Prozent, der Flecken Ottersberg mit zehn Prozent, die Stadt Verden, die Stadt Achim, die Gemeinde Oyten, die Samtgemeinde Thedinghausen, der Flecken Langwedel, die Gemeinde Kirchlinteln und die Gemeinde Dörverden sowie die beiden Stadtwerke Verden und Achim mit jeweils rund fünf Prozent.

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist Landrat Peter Bohlmann, die Städte und Gemeinden werden von ihren Bürgermeistern und die Stadtwerke vom Geschäftsführer beziehungsweise Vorstand vertreten.

Zum Geschäftsführer wird gleichzeitig mit der Gesellschaftsgründung der Geschäftsführer des Trinkwasserverbandes, Dr. Marcel Meggeneder, benannt. Das Budget aus dem Stammkapital beträgt 140 000 Euro. Ihren Sitz wird die Gesellschaft in der Weserstraße, im Geschäftsgebäude des Trinkwasserverbandes Verden, haben.

Mit der in 2009 gestarteten Breitbandinitiative des Landkreises konnten in enger Abstimmung mit den Gemeinden bereits einige Fördermaßnahmen umgesetzt werden. Die wenigen letzten so genannten weißen Flecken mit akuter Unterversorgung oder mit einer Übertragungsrate von zwei Megabit pro Sekunde (MBit/s) wurden oder werden mittelfristig erschlossen und mit Breitbandübertragungsraten von bis zu 16 MBit/s ausgestattet sein.

Die Zukunft im Breitbandausbau liegt im so genannten Next Generation Access (NGA) als Mindeststandard. NGA bedeutet aber Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s. Während in Ballungsräumen und Mittel- oder Grundzentren das weit verbreitete ADSL bis zu 16 MBit/s bereitsteht und derzeitige Anforderungen weitgehend erfüllt, sind für mindestens 50 MBit/s VDSL, Kabelnetze, LTE-Funkverbindungen oder Glasfasernetze erforderlich. Von Branchenfachleuten wird in Zukunft ein Glasfaseranschluss bis in jedes Haus prognostiziert. Denn durch immer größere Datenmengen, die durch Anwendungen wie etwa hochauflösendes Internetfernsehen und Video on Demand oder Cloud-Computing von Nutzern angefordert werden, steigen die erforderlichen Übertragungsraten immer weiter.

Die neue Gesellschaft hat den Auftrag, in einer ersten Umsetzungsphase Vorgaben und Empfehlungen für den NGA-Ausbau zu erarbeiten. Weiterhin sollen Konzepte zur Ausbauplanung entwickelt und mögliche Geschäftsmodelle vorgeschlagen werden. Ob und in welcher Form anschließend der Ausbau und Betrieb eines schnellen Breitbandnetzes in dieser Gesellschaft erfolgt oder einem strategischen Partner übertragen wird, ist derzeit noch offen.

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