Broschüre mit Projekten und Bildungsangeboten der Wabe-Kooperationspartner

Leitfaden für Demokratie

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Uwe Hansen, Laura Kaup (Wabe), Gunda Schmidtke, Rudi Klemm und Landrat Peter Bohlmann (v. l.) mit der neuen Wabe-Broschüre.

Verden - Die Wabe-Koordinierungsstelle und die Fokus gGmbh als Träger haben jetzt eine Broschüre herausgegeben, die alle Informationen über regionale Projekte und Bildungsangebote bündelt, die sich mit dem Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung befassen.

Der Leitfaden soll nicht nur als Nachschlagewerk und Ratgeber dienen, sondern auch Mut machen, eigene Projekte zu realisieren. Im Wabe-Büro am Holzmarkt stellte Rudi Klemm von der Wabe-Koordinierungsstelle mit Landrat Peter Bohlmann, Gunda Schmidtke (Fokus gGmbh) und Uwe Hansen (Landkreis Verden) gestern die „Verdener Handreichung für Demokratie & Zivilcourage“ vor.

„In vielen Schulen fand bei den Lehrern ein Generationswechsel statt“, gab Rudi Klemm als einen Grund für die Erstellung der Broschüre an. Viele Lehrkräfte wüssten gar nicht, welches Engagement bereits stattgefunden hätte und an wen sie sich wenden müssten. „Schön wäre es auch, wenn die Schülervertretung die Handreichung in die Hände bekommen würde.“

Das 36 Seiten starke Heft im Din-A4-Format ist übersichtlich gestaltet und enthält eine Beschreibung der erfolgreichen Projekte und Aktionen, die in den vergangenen Jahren zur Stärkung der Demokratie und Toleranz beigetragen haben. Das sind die Schule ohne Rassismus, das Verdener Bündnis gegen Rechtsextremismus, die lokalen Arbeitsgruppen, die „Stolpersteine“ und viele mehr. „Wir wollen mit der Broschüre darstellen, welche Angebote es gibt, in der Vergangenheit konnten wir viele Aktivitäten mobilisieren“, erklärte Klemm. Vollständig kann die Broschüre natürlich nicht sein, da immer wieder neue Projekte entstehen. Zu allen genannten Aktivitäten werden die Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartnerinnen und -partner im Wabe-Netzwerk genannt. Der Leitfaden ist zunächst in einer Auflage von 1000 Stück erschienen und wird gerade an Schulen und die beteiligten Organisationen im Landkreis Verden verschickt.

Natürlich sei die Broschüre auch als ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit zu sehen, so Uwe Hansen, Kreisjugendpfleger beim Landkreis Verden. „Es ist wichtig, dass die Leute mitkriegen, was läuft“, bestätigte Rudi Klemm. „Wabe“ sei mittlerweile ein erfolgreicher Markenname. Das Bündnis, dessen Grundstein 2005 beim Aktionstag gegen Rechtsextremismus gelegt wurde, befindet sich bereits im dritten Förderprogramm des Bundes. Dass das Wabe-Bündnis immer noch seine Daseinsberechtigung hat, ist für Rudi Klemm unbestritten. „Es gibt noch Rechte, nur haben sie jetzt andere Erscheinungsformen“. Sie würden verstärkt versuchen, als Erzieher oder in der Jugendarbeit Fuß zu fassen. Engagement für Demokratie und Vielfalt sei nicht davon abhängig, wie viele Rechte es gebe, so Uwe Hansen. „Jugendliche machen, was ihnen Spaß macht. Um sich zu engagieren, müsse nicht immer der „böse Rechte“ im Hintergrund stehen.

„Vielfalt, Toleranz und Demokratie sind ein positiver Ansatz, wer das verinnerlicht hat, ist nicht anfällig für rechtsextremen Gedankengut“, so Landrat Peter Bohlmann. · ahk

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