Freiwillige Feuerwehr: Jahressitzung des Stadtkommandos / 222 Einsätze bewältigt / Jugendarbeit sichert Nachwuchs

Leichter Aufwärtstrend bei den Aktiven

Lutz Brockmann, Hans-Hermann Fehling, Wolfgang Schmidt und Peter Schmidt (von links).

Verden - (wb) · Der Durchschnitts-Aktive der acht Ortsfeuerwehren im Verdener Stadtgebiet ist 35,8 Jahre alt, mit 17 Jahren in die Feuerwehr eingetreten und somit seit 18,5 Jahren dabei. Unter den 361 Aktiven gibt es 41 Frauen (11,4 Prozent). Auf 1000 Einwohner kommen im Landkreis rund 18 Feuerwehrmitglieder.

Zahlen wie diese präsentierte Stadtbrandmeister Wolfgang Schmidt am Montag auf der Jahres-Stadtkommandositzung im Verdener Rathaus. Rund 70 Zuhörer lauschten ihm gespannt, darunter die Mitglieder der acht Ortskommandos, Stadtbürgermeister Lutz Brockmann, einige Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder.

n„Frauen sind

nunverzichtbar“

Schmidt zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Kameraden im vergangenen Jahr und mit dem Stand der Feuerwehr im Stadtgebiet. Niedersachsenweit sei die Zahl der Aktiven im Vergleich zum Vorjahr gesunken (von 130 794 auf 126 565), in Verden sei ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten gewesen, der fast ungebrochen seit 2002 anhalte. Damals seien es 307 Aktive gewesen, am 31. Dezember 2009 361. Nur 2004 sei die Zahl einmal um vier zurückgegangen.

Die acht Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet, Dauelsen, Döhlbergen-Rieda, Eissel, Eitze, Hönisch-Hutbergen, Scharnhorst, Verden und Walle, hatten im vergangenen Jahr 222 Einsätze zu bewältigen. Diese reichten von der brennenden Hecke über die Beseitigung von Krähennestern, Sturmschäden, der Unterstützung des Rettungsdienstes bis hin zu Vollbränden. Solche gab es im vergangenen Jahr in Hutbergen, wo ein Gartenhaus nieder brannte. Außerdem in der Grünen Straße in Verden, in Neumühlen, kurz darauf in Walle und am 30. Dezember in der Allerstraße in Verden.

Die meisten Einsätze gab es im Juli. Am seltensten mussten die Kameraden montags ausrücken, dafür viel am Wochenende und dienstags, was aber auch mit daran liegen mag, dass Übungen in der Statistik mitgezählt werden.

Schmidt hob die Bedeutung der Jugendarbeit in der Feuerwehr hervor. „Von den 361 Aktiven sind 220 vor ihrem 16. Geburtstag in die Feuerwehr eingetreten“, so Schmidt. Stadtjugendwart Wilfried Mesenbrink berichtete über Aktivitäten und Erfolge. Derzeit zählten alle Jugendwehren der Stadt zusammen 137 Mitglieder.

Unverzichtbar seien die Frauen, so Schmidt. Zum Jahresende hätte es 41 Aktive (11,4 Prozent) gegeben. Damit liege die Frauenquote in der Stadt Verden über der des Landkreises (8,5 Prozent) und des Landes Niedersachsen (9,2 Prozent).

Sinnvoll seien auch die Altersabteilungen, betonte der Stadtbrandmeister. Diese vereinten 100 Feuerwehrmänner, die den aktiven Dienst altersbedingt nicht mehr leisten dürften. „Sie pflegen die Kameradschaft und unterstützen die Feuerwehr.“ Unvorstellbar sei es, so Schmidt, dass ein Feuerwehrkamerad mit 62 Jahren „die Jacke auszieht und nicht mehr dazu gehört.“

Das einzige, was Schmidt nicht in Zahlen fassen konnte, waren die durch die Einsätze erhalten gebliebenen Werte. „Leben, Gesundheit, Haus und Hof, Arbeitsplätze, Produktionsfähigkeit, Umwelt – das kann man nicht in Euro umrechnen“, so Schmidt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Regenbogen-Tour im Greenwich Village

Regenbogen-Tour im Greenwich Village

Barfuß durchs Watt von Amrum nach Föhr

Barfuß durchs Watt von Amrum nach Föhr

Drogenboss "El Chapo" muss lebenslang ins Gefängnis

Drogenboss "El Chapo" muss lebenslang ins Gefängnis

Fotostrecke: So lief das Werder-Training am Mittwoch

Fotostrecke: So lief das Werder-Training am Mittwoch

Meistgelesene Artikel

Projekt zum Schutz der Bodenbrüter: Fallen in Heins schnappen zu

Projekt zum Schutz der Bodenbrüter: Fallen in Heins schnappen zu

Dreimal Hagen und zweimal Mindermann

Dreimal Hagen und zweimal Mindermann

Trauer um Hermann Behrmann

Trauer um Hermann Behrmann

Kleiner Raum, große Artenvielfalt

Kleiner Raum, große Artenvielfalt

Kommentare