Kreisjägerschaft sorgt für Biotop im Stadtwald / Tafel mit wichtigen Informationen

Lebensraum für Amphibien

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Machten sich im Stadtwald ein Bild des Biotops (v.l.): Jagdpächter Martin Jonas, Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft, Bürgermeister Lutz Brockmann, August Juling von der Stadt Verden, Dieter Hasselhof von der Jägerschaft , Antja Mahnke-Ritoff, zuständig für Naturschutz beim Landkreis, und Gerd Offer, Obmann für Naturschutzmaßnahmen bei der Jägerschaft. ·

Verden - Noch ruht es still und starr, das neu angelegte Amphibienbiotop im Verdener Stadtwald. Doch das wird sich bald ändern. Mit den ersten warmen Tagen im Frühling wird die Natur für einen abwechslungsreichen Lebensraum sorgen, der nicht nur Fröschen und Kröten, sondern auch Rehen, Fledermäusen oder Eidechsen Nahrung und Unterschlupf gewährt.

Bei dem Areal handelt es sich um eine ehemalige Lehmabbaukuhle, die beim Bau des Waldspielplatzes vor mehr als 30 Jahren entstanden war. Zunächst entwickelte sich daraus ein Laichbiotop, das aufgrund mangelnder Pflege und kleiner finanzieller Mittel aber nicht erhalten werden konnte. Da auch keine EU-Fördergelder des Programms „Natur erleben“ zur Verfügung gestellt wurden, wandte sich August Juling, bei der Stadt zuständig für Grünanlagen, an die Kreisjägerschaft Verden. Diese erarbeitete daraufhin ein Konzept für die Renaturierung und kümmerte sich auch um die Finanzierung. „Ohne die finanzielle Unterstützung der Bingostiftung mit mehr als 10 000 Euro wäre die Durchführung dieses Projektes nicht möglich gewesen“, erläuterte Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft, gestern vor Ort. Insgesamt belaufen sich die Kosten inklusive der Erdarbeiten, des Zauns, der neuen Informationstafel sowie der für April geplanten Aussichtsplattform auf rund 16 000 Euro.

Damit das Wasser in der Anlage nicht versickert, wurden zirka 180 Kubikmeter Ton verarbeitet. Dank dieser Bodenschicht hat sich ein Kleingewässer mit einer Fläche von 200 Quadratmetern gebildet. Regenwasser soll dafür sorgen, dass der Teich, der an seiner tiefsten Stelle rund einen Meter tief ist, kontinuierlich gefüllt wird. Unterschlupfmöglichkeiten und Verstecke für Tiere bieten zudem Steinhaufen, Wurzelstümpfe und Rohre an den Rändern. Auch an Nisthöhlen für Vögel und Fledermäuse, die teilweise bereits angenommen wurden, wurde gedacht. „Wichtig ist, dass das Biotop nun auch offen gehalten wird“, betonte Antje Mahnke-Ritoff vom Fachdienst Naturschutz des Landkreises.

Das Schaffen von Biotopen hat für die Kreisjägerschaft einen hohen Stellenwert, betonte Luttmann. „Seit 2008 haben wir 20 solcher Lebensräume angelegt. Unser Ziel ist fünf pro Jahr, damit liegen wir voll im Soll.“ Und für das laufende Jahr würden bereits sieben weitere Anträge vorliegen, die nun geprüft würden. „Auch Privatpersonen, die über ein geeignetes Gelände verfügen, können sich bei den Jägern melden“, versicherte Bürgermeister Lutz Brockmann. „Diese Lebensräume sind schließlich nicht nur für den Stadtwald von Bedeutung.“ · lka

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