Ausstellung und Gesprächsrunde zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners / Festwoche der Anthroposophischen Gesellschaft

Vom Leben und Wachsen nach Steiner

Der Gesprächskreis, geleitet von Karlheinz Flau (5.v.re.), gab Einblick in das anthroposophische Leben in Ottersberg.

Ottersberg - (kr) · Der 150. Geburtstag Rudolf Steiners (geboren am 27. Februar 1861 in Kraljvec/Österreich, gestorben am 30. März 1925 in Dornach/Schweiz) ist dem Ottersberger Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft in diesen Tagen eine Festwoche wert. Zum Auftakt des Veranstaltungsreigens eröffneten die Anhänger der von Steiner begründeten Anthroposophie am Samstag in der Galerie „oben bei Froben“ eine Ausstellung und Dokumentation der Anthroposophischen Gesellschaft in Ottersberg.

Sprecher Karlheinz Flau freute sich, zahlreiche Gäste begrüßen zu können, und führte durch die Ausstellung, die zahlreiche interessante Exponate aufweist. Bilddokumentationen vom Leben und Wachsen mit und an der Anthroposophie in Ottersberg stehen dabei im Mittelpunkt. Breiter Raum wird der Arbeit mit Kindern eingeräumt, wobei einmal mehr deutlich wird, welchen Stellenwert die pädagogische Arbeit der Anthroposophie in Ottersberg besitzt: Der Waldorfkindergarten, die nach Steiner benannte örtliche Waldorfschule und nicht zuletzt die Fachhochschule, vormals Freie Kunststudienstätte, begründeten und etablierten ihre Arbeit nach der geisteswissenschaftlichen Lehre und Anschauung Rudolf Steiners.

Bilder, grafische Werke, Texte und Fotografien dokumentieren in der Ausstellung die Arbeit des Ottersberger Zweiges, der 1974 als Anthroposophische Gesellschaft in Ottersberg gegründet wurde. In einer vom Publikum sehr aufmerksam verfolgten Gesprächsrunde, unter anderem mit Vertretern der Bremer Tobiasschule und des Ottersberger Waldorfkindergartens, gaben überzeugte Anthroposophen wie Karlheinz Flau und Dr. Jobst Wolter Einblick in ihre Hinwendung zur anthroposophischen Geisteslehre Rudolf Steiners. Stets waren es ganz persönliche Erfahrungen, begleitet von der Suche nach dem Geistigen im Menschenwesen, die Aha-Erlebnisse in den unterschiedlichsten Lebenssituationen mit sich brachten.

Nach ihrem Selbstverständnis handelt es sich bei der Anthroposophischen Gesellschaft um eine Gemeinschaft von Menschen, die überzeugt sind, dass die Aufgaben von Gegenwart und Zukunft nur durch eine spirituelle Vertiefung des Lebens gelöst werden können. Diese Vertiefung soll Steiners Anthroposophie bieten.

Die enge Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten, die letztlich Ottersberg zu einer antroposophischen Hochburg gestalteten, zog viele ähnlich denkende Menschen in den Wümmeort und führte auch zur Gründung der Freien Christengemeinschaft. Dr. Wolter verwies auf die unterschiedlichsten biografischen und beruflichen Zusammenhänge der Menschen, die sich zusammenfanden und in der Anthroposophischen Gesellschaft, aber auch in autonomen kleinen Arbeitsgruppen zusammenfanden. Die Geisteslehre Rudolf Steiners zu leben und weiterzugeben, war und ist allen wichtig. Persönliche Strebens- und Interessensgebiete wurden dabei weiterentwickelt und auf ein Fundament gestellt, das sich heute in den vielen Facetten der Anthroposophischen Gesellschaft wiederfindet.

Die Ausstellung bei Froben ist noch die ganze Woche über zu sehen.

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