FDP -Verkehrsexperte Döhring bei Spitzen-Gleisbaufirma Wiebe: Auch Lärmärger kam zur Sprache

Lautes Tröten war lebenswichtig

Auch das Modell des im Original rund 150 Meter langen, für Gleis- und Schotterarbeiten eingesetzten Vorzeige-Fahrzeugs RPMW 2002 sorgte für Staunen bei den gestrigen Besuchern von der FDP. Von links: der verkehrspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Patrick Döhring,, der hiesige FDP -Bundestagskandidat Tim Schardelmann, Wiebe-Geschäftsführer Thorsten Bode, sowie die Liberalen Karl Heinz Hildebrandt aus Langwedel und Günter Krebs aus Achim.

Achim - (la) n Das schrille nächtliche Tröten zur Warnung vor herannahenden Zügen während der Gleisarbeiten zwischen Baden und Langwedel im Juni hatte Anwohner auf die Barrikaden getrieben.

Es sei jedoch „lebenswichtig für unsere Gleiswerker“, die sonst neben den lauten Maschinen kaum etwas hören würden. Darauf wies gestern Vormittag noch einmal Thorsten Bode als Geschäftsführer der im modernen Gleisbau tätigen H-F. Wiebe-Firmengruppe hin. Diese war auch für die Gleiserneuerung der Strecke nach Verden zuständig.

Die Bevölkerung vorher rechtzeitig vor der Lärmbelästigung zu warnen, wäre allerdings Aufgabe des Bauherren Bahn gewesen. „Das hätten wir gar nicht gedurft“, betonte Bode.

Damit war das lokale Thema auch abgehakt. Es war aus den Reihen der gestrigen FDP -Besuchergruppe zur Sprache gebracht worden. Der 36-jährige Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Liberalen, Patrick Döhring aus Hannover , führte diese kleine Delegation an.

Bode stellte in der Achimer Wiebe-Verwaltungszentrale im Gewerbepark Uesen das international tätige Unternehmen zunächst näher vor. Bereits im Revolutionsjahr 1848 beginnt die Firmengeschichte mit Gründung eines Zimmereibetriebs durch H. F. Wiebe.

Das Familienunternehmen stieg Anfang der 30er Jahre erstmals in den Gleisbau ein und wird heute in der sechsten Generation geführt. Die siebte werde aber schon über den Flut getragen, so Bode schmunzelnd.

Heute verzeichnet die Firmengruppe einen Jahresumsatz von rund 350 Millionen Euro bei rund 1300 Beschäftigten und zur Zeit 50 Auszubildenden. „In der privaten Bahnbau-Industrie sind wir europaweit Marktführer“, stellte Bode fest.

Als bisherige Vorzeigeprojekt des Unternehmens bezeichnete er die Neubaustrecke Köln -Rhein-Main. Viele weitere Gleis-Sanierungen sowie Tunnel- und Lärmschutzbauten an Hochgeschwindigkeitsstrecken verwirklichte die Wiebe-Holding außerdem – ebenso wie die Betonummantelung des Bremer Fallturms.

Mitte der 50er Jahre war die erste Gleisbaumaschine gekauft worden, und Ingenieure der Firma arbeiten auch heute ständig an der Weiterentwicklung von Fabrikaten. So entstand auch das rund 150 Meter lange Gleisfahrzeug namens RPMW 2002, das fast vollautomatisch Gleise und Schotterbetten erneuert, reinigt, und dessen Hydraulik umweltfreundlich mit Bioöl betrieben wird.

Eine Ingenieur-, Tief- und Gleisbau-Abteilung in Stralsund, die „Sächsische Bau Gmbh“ oder auch „Wiebe-Logistik“ gehören mit zur Firmengruppe, die auch in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei tätig und mit Repräsentanzen unter anderem in skandinavischen Ländern und Österreich vertreten ist.

FDP -Bundespolitiker Döhring kündigte an, dass es auch in der Bundesrepublik weitere Planungen zum Ausbau von Bahnstrecken gebe.

Mit Geschäftsführer Bode war der Liberale sich einig darin, dass die Privatisierung großer Teile der einstigen Bundesbahn sich bewährte. Mittlerweile schreibe die Bahn AG sogar eine schwarze Null, während Mitte der 90er Jahre Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf noch nicht einmal gereicht hätten, um die Personalkosten der Bahn zu decken, so Döhring.

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