Bgm.-Lange-Straße und Schwarzer Berg bleiben viel belastete Zuwegungen zum Gewerbegebiet

Langwedel: Verkehrskonzept gesucht

Schilder und Aufpflasterung helfen bislang nicht wirklich. Durch das Wohngebiet Bgm.-Lange-Straße rumpelt laut genervter Anwohner immer noch der gewerbliche Schwerverkehr. 
Foto: Wenck
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Schilder und Aufpflasterung helfen bislang nicht wirklich. Durch das Wohngebiet Bgm.-Lange-Straße rumpelt laut genervter Anwohner immer noch der gewerbliche Schwerverkehr. Foto: Wenck
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Langwedel – „Die Straße war schon des Öfteren Thema“, sagte Bürgermeister Andreas Brandt am Dienstagabend im Ortsrat Langwedel. Der Straßenzug Schwarzer Berg / Bgm.-Lange-Straße beziehungsweise eine Umgehungsstraße war sogar einmal sein großes Wahlkampfthema.

Was vor allem einige Anwohner nicht vergessen. Nach ihrem Empfinden und ihren Erfahrungen hat der Verkehr in der Straße im Laufe der Jahre nämlich nicht ab- sondern zugenommen. „Durch das Baugebiet und das Gott sei Dank wachsende Gewerbegebiet ist die Belastung sogar enorm gestiegen“, erklärte Frank Gerken. Er habe sich ein neues Lärmschutzfenster bestellt.

Die aufgepflasterten Plateaus aus dem Jahre 1992 (deren Entfernung der Gemeinderat abgelehnt hat) würden nur gegen Pkw helfen. Schwere Lkw und jede Menge sogenannte „Sprinter“ würden die Hindernisse einfach mit Schwung nehmen. „Und dann knallt es.“ Die aufgestellten Schilder mit Durchfahrtsverbot und Geschwindigkeitsbegrenzung zeigten keine oder kaum Wirkung. „Ich würde mir ein neues Verkehrskonzept wünschen“, so Frank Gerken. Ein Konzept, dass die Zu- und Abfahrten zum Gewerbegebiet durch das Wohngebiet in den Griff bekommt.

Unbedingt nötige Investitionen in Oberschule, Krippen und bald in die Feuerwehr bedeuten: „Mein Projekt Umgehungsstraße rückt wieder weiter nach hinten“, musste Bürgermeister Brandt zugeben.

Wer Vorschläge für ein neues Konzept habe, sei bei ihm immer willkommen. Er wolle sich auch gern selbst mit den Anwohner an die Straße stellen, den Verkehr zählen und in Augenschein nehmen – und wenn hiesige Firmen betroffen sind, die auch direkt ansprechen.

Wenig Gegenliebe fand im Ortsrat ein Vorschlag von Holger Thöle (WGL). Der hatte beantragt, in den beiden Einfahrbereichen des Wohngebietes Fahrbahnverengungen einzurichten, um den Verkehr langsamer und die Querung für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen.

„Funktioniert gar nicht“ ist die Essenz der Erkenntnisse aus dem Langwedeler Bauamt nach Rücksprache und Ortstermin mit einem Ingenieurbüro an der Einmündung zur Bgm.-Lange-Straße. Hier würde der Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen bei einer Einengung komplett zum Erliegen kommen. Eine Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer seien nicht machbar. „Kann ich nachvollziehen“, so Holger Thöle, der dann aber an der Einengung an der Straße zum Schwarzen Berg festhalten wollte.

Hier ließe sich eine Einengung auch gut herstellen. „Das kann man machen, würde aber nichts bringen“, so Andreas Brandt zur Ansicht der Gemeindeverwaltung. Eine Einengung würde zur Geschwindigkeitsreduzierung nur taugen, wenn es den entsprechenden Gegenverkehr gibt. Fehlt der, sei sogar zu befürchten, dass die Kraftfahrer noch einmal ordentlich Gas geben, um schneller oder als Erster am Hindernis vorbei zu sein. „Das ist die Unvernunft der Menschen. Wer nicht 30 fahren will, der fährt da auch nicht 30“, meinte Ortsbürgermeister Marco Behrmann. Man brauche in dem Bereich Schwarzer Berg/ Bgm.-Lange-Straße deutlich mehr Kontrollen, deutlich mehr Blitzer. „Und wir müssen ein Konzept für die Straßen in Summe entwickeln.“

Der Ortsrat lehnte bei einer Gegenstimme den Antrag von Holger Thöle ab.

Von Jens Wenck

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