Ratsmehrheit fasst Resolution / Start für 2016 angepeilt / CDU-Antrag auf Elternbefragung nur im Flecken scheitert

Langwedel strebt IGS für den Südkreis an

Langwedel - Der Flecken Langwedel will anstelle der Oberschule am Goldbach eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einrichten. Die aus SPD, Grünen und UBL bestehende Mehrheit des Gemeinderats stimmte am Dienstagabend zudem dafür, dass der Landkreis zu diesem Zweck eine Elternbefragung vornimmt. CDU und WGL trugen diese „Resolution“ allerdings nicht mit.

„Mit unserem Antrag nehmen wir den Landkreis in die Pflicht“, Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern über den Flecken Langwedel hinaus zu befragen, ob denn eine IGS gewünscht werde, äußerte Volker Penczek (SPD). Der jetzt angepeilte Start im August 2016 statt 2015 biete zudem die nötige Zeit, das geplante neue Angebot ausreichend vorzubereiten.

Die CDU trage das Vorhaben mit, ließ deren Sprecherin Petra Schütte zunächst verlauten. Denn wenn es in Achim und Verden tatsächlich bald eine IGS geben sollte, „würde das ganz sicher das Aus für eine weiterführende Schule in Langwedel bedeuten“. Die ideologischen Bedenken bei den Christdemokraten hätten dahinter zurückzutreten, sagte sie, um im weiteren Verlauf der Sitzung jedoch von der vor Wochen gemeinsam mit der SPD und UBL verfassten Resolution abzurücken und Änderungsanträge einzubringen.

Die WGL verfolgte von vornherein eine etwas andere Linie. Die Vorgabe des Landes, für einen IGS-Betrieb in der Regel vier Klassen pro Jahrgang über zehn Jahre vorweisen zu müssen, „wird mit Schülern nur aus dem Flecken Langwedel nicht zu erreichen sein“, betonte Heike Schmitz. Der Landkreis müsse eine Schulplanung für die gesamte Region in Angriff nehmen.

Die Grünen waren für die Resolution. „Trotzdem teilen wir die Bedenken der WGL; ein Gesamtkonzept für den Landkreis wäre besser“, bekannte Petra Krüler.

Der Flecken müsse gegen den „Egoismus in Achim“ Flagge zeigen, meinte Erich Roseland (UBL) und ergänzte: Langwedel wäre für eine IGS mit Einzugsgebiet über die Gemeindegrenzen hinaus ein idealer Standort, „wir liegen ja zentraler im Kreis als Kirchlinteln“.

Gerd Landzettel (WGL) hielt ein „koordiniertes Vorgehen“ für erforderlich. Ein „Hasenrennen“ um eine IGS in einzelnen Gemeinden führe doch zu nichts.

Auch Langwedels Schulamtsleiter Rolf Korb forderte ein „Eingreifen des Kreises“. Denn bei Geburtenzahlen, die seit längerem bei 105 bis 110 Kindern pro Jahr lägen, werde der Flecken allein die verlangten mindestens 96 Schüler pro Jahrgang kaum stellen können. Üblicherweise wollten zwei Drittel der Eltern ihren Nachwuchs aufs Gymnasium schicken und ein Drittel auf eine IGS. Realisiert werden könne dieser Schultyp in Langwedel daher wohl nur, wenn Verden und Kirchlinteln einbezogen würden.

Dann kamen die Änderungsanträge. Die CDU-Fraktion sei für eine IGS mit dem ausdrücklichen Zusatz, dass diese vierzügig betrieben werden müsse, sagte Schütte. Unter Umständen vom Land erlaubte drei Klassen pro Jahrgang hielte sie für „pädagogisch problematisch“. Und die Elternbefragung sollte auf das Gebiet des Fleckens beschränkt werden, lautete die zweite Forderung, die vom Rat ebenfalls deutlich abgelehnt wurde.

Die „historische Weichenstellung“ in der Langwedeler Schulpolitik, nämlich ein gemeinsames Vorgehen der großen Fraktionen, sei leider ausgeblieben, bedauerte Bürgermeister Andreas Brandt. Der Flecken selbst, stellte er klar, werde nur eine dreizügige IGS finanzieren können. · mm

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