Fährsaison 2019 mit der „Gentsiet“ ist zu Ende / Bei Niedrigwasser Panzerkette entdeckt

„Zum Abschluss nix als Regen“

Zum Dankeschöntag kamen bei Schietwetter bis mittags nur gut 40 Fährgäste. Foto: Albrecht

Grinden/Ahsen - Von Heiner Albrecht. Ein kleiner Spaziergang an der Weser. Übersetzen mit der „Gentsiet“. Kost ja nix. Bei sehr durchwachsenem Wetter zum Fährschluss der Weserfähre zwischen Ahsen-Oetzen und Hagen-Grinden blieben auch bei einer kostenlosen Fahrt die Besucher am Tag der Deutschen Einheit, Mangelware.

„So'n schönen Sommer gehabt. Aber bei unserem Fährfest und zum Abschluss nix als Regen“, kommentierte Fährführer Wilhelm den doch eher bescheidenen Abschluss am Donnerstag und das Fest im vergangenen August.

Bis Mittags um 13 Uhr zählte der Fährführer gerade mal 40 Personen. „Schade“, fand Wilhelm.

Aber ansonsten lief die Fährsaison 2019 wieder ausgezeichnet. Genaue Zahlen werden vom Verein noch zusammengetragen und zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, lautete das Versprechen.

Gefühlt blieb man am letzten Fährtag des Jahres fast unter sich, und das bei der sehr ruhigen Überfahrt über die Weser. Der Regen in den vergangenen Tagen hat den Pegel des Flusses ordentlich ansteigen lassen. Ein Anlegen mit der „Gentsiet“ ans Ufer war jetzt ohne Probleme wieder möglich.

Vor gut zwei Wochen führte die Weser so wenig Wasser, dass eine alte Panzerkette zum Vorschein kam. Wohl ein Überbleibsel aus den Tagen des Kalten Krieges, als vor allem englische Soldaten immer wieder zwischen Ahsen-Oetzen und Hagen-Grinden während der Manöver Pontonbrücken bauten und zur anderen Flussseite übersetzten.

„Mit vereinten Kräften einiger Mitglieder des Fährvereins und unter Einsatz eines Treckers wurde die schwere Kette geborgen“, teilte Janine Fahrenholz, Pressesprecherin des Fährvereins Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen mit.

Bis zum nächsten Frühjahr geht die Fähre jetzt quasi in den Winterschlaf. Dabei werden aber an Land nötige Verschönerungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt.

Im kommenden Jahr heißt es mit einem Dankeschön-Tag zum Start am 1. Mai wieder „Hool över“. Dann nähert man sich der Fahrgastgrenze von 120 000 Fährgästen seit dem Fährbeginn im August 2005, und man rechnet auch 2020 wieder mit um die 8 000 Fährgästen in der Saison vom 1. Mai bis zum 3. Oktober.

Mehr über den Verein gibt es im Internet:

http://www.faehrverein.de/

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