Zeichengruppe Klatschmohn stellt im ehemaligen Mausoleum in Etelsen aus

Sachen ausprobieren und schlicht Freude am Malen

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Dietlinde Aucamp, Jutta Holtappels, Heli Fokke und Eli Verwijmeren (v. li.) bei der Eröffnung der Ausstellung ihrer Zeichengruppe Klatschmohn vor dem Etelser Mausoleum.

Etelsen - „Eine schöne Art, den Muttertag zu begehen“, bezeichnete Andreas Brandt die Eröffnung der Ausstellung „Farbklänge“ im ehemaligen Mausoleum im Etelser Schlosspark. Der Schlossparkverein hatte die Zeichengruppe Klatschmohn eingeladen, die der Vereinsvorsitzende herzlich begrüßte.

„Es ist ein breites Spektrum, das die Gruppe abdeckt: Bleistift-Buntstiftzeichnungen, Aquarell-, Gouache-, Pastell-, Acrylmalerei, Tuschezeichnungen und Collagen.“ Werke der Künstlerinnen Eli Verwijmeren, Jutta Holtappels, Heli Fokke, Dietlinde Aucamp und Simone Briaire-Schulz waren bereits in den vergangenen Jahren zu sehen. „Sie sind eine Bereicherung für den Schlosspark und für die Region“, würdigte Brandt.

Dann kam der Vorsitzende auf das Mausoleum zu sprechen. „Es hat sich hier einiges getan. Wir haben die Neujahrsspende umgesetzt: Das an den Mauern und im Innenhof rankende Efeu wurde ebenso entfernt wie einige übergroße Büsche. Mit den schattenverträglichen Neuanpflanzungen, die passend zum Mausoleum ausgesucht wurden, stellt sich der Innenhof wesentlich größer dar und lädt förmlich zum Besuch der Ausstellung ein.“ Einen wetterfesten Schirm will der Verein noch kaufen.

Auch um das Mausoleum herum ist einiges neu. Die Wege wurden leicht geändert und nach historischen Plänen neu angelegt. Wildwuchernde Pflanzen wie Dornen und Holunder wurden entfernt und durch Kirschlorbeer und Rhododendren ersetzt.

„Unsere Gruppe gibt es seit 16 Jahren“, stellte Eli Verwijmeren die Zeichengruppe vor. Das erste Objekt, das wir malten, war eine rote Paprika, ich weiß es noch ganz genau.“ Den Namen „Klatschmohn“ gab es damals noch nicht. „Der fiel uns bei unserer ersten Ausstellung ein“, sagte die Künstlerin. Wer den Namen hört, denkt vermutlich an die Pflanze, doch die Gruppe hat eine andere Intention: „Klatsch“ steht für reden, aber im positiven Sinne, Mo(h)n für Montag, den Tag, an dem die Künstlerinnen im Etelser Gemeindehaus zusammenkommen, um zu malen und zu zeichnen. „Wir haben keinen professionellen Anspruch, sondern es geht uns um die Freude am Malen. Darum, Sachen auszuprobieren, neue Techniken zu lernen und dabei nette Gespräche zu führen“, sagte Verwijmeren.

Mit dem Vereinsvorsitzendem Brandt schritten die Künstlerinnen zur Tür, um sie gemeinsam zu öffnen - so hatten sie es geplant. Doch dann ließen sie Brandts Sohn Florenz den Vortritt, der die große Pforte aufzog und ins Mausoleum hineinspazierte.

Dort sind rund 65 Werke unterschiedlichen Formats zu betrachten. Beispielsweise die Braunelle, naturgetreu gezeichnet mit Aquarellstift. Ruhe und Stille verheißen die Abendstimmung am Meer und der Blick auf die Weser beim Ölhafen, beides Aquarelle. Ebenso ein Bild des Mausoleums, das wie ein verwunschenes Schloss wirkt. Detailgetreu gemalte Blumen ziehen den Blick des Betrachters magisch an, auch die Äpfel, die so knackig-frisch aussehen, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Experimentell die schlafende Katze: Verschiedene Stile machen aus einem Motiv mehrere Kunstwerke.

Collagen sind dabei: ein Phantasiefisch und Einblicke in die Unterwasserwelt mit Seepferdchen und Rochen. Wollfäden als Wasserpflanzen und kleine Fische aus Papier fügen sich perfekt ins Bild ein.

Die Ausstellung „Farbklänge“ ist am Sonntag, 17. Mai, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Künstlerinnen stehen für Fragen zur Verfügung.

Übrigens: Die Gruppe würde sich über Verstärkung freuen - wer mitmalen oder -zeichnen möchte, meldet sich bei Eli Verwijmeren unter der Rufnummer 04235/942860 an oder kommt montags in Etelser Gemeindehaus. Dort ist die Gruppe von 19 bis 21 Uhr anzutreffen.

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