Langwedeler und Daverdener sollen ab August mit dem Bus nach Völkersen

Wohin mit den Archekindern?

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Nachfrage nach einer Betreuung für Grundschulkinder in der Langwedeler Kinderarche steigt / Symbolbild

Langwedel - Die Nachfrage nach einer Betreuung für Grundschulkinder in der Langwedeler Kinderarche e.V. steigt stetig. Aktuell sind hier 40 Kinder nach Schulsschluss bis 17 Uhr in Räumen der Grundschule Langwedel unterwegs, eine dritte Gruppe ist in der Oberschule im Haus D untergekommen. Das aber wird in den Sommerferien abgerissen. Dazu liegen für das nächste Schuljahr über 80 Anmeldungen in Langwedel vor. Wohin also ab August?

Eine Lösung kam am Dienstagabend im Jugend-, Sozial- und Sportausschuss auf den Tisch. Das man ein Platzproblem bekommen würde, war dem Elternrat der Grundschule, der Kinderarche und der Gemeindeverwaltung schon länger klar. Man habe folglich mit Sportvereinen gesprochen, mit Privatleuten, dem Jugendtreff, den Schulen, erklärte Hauptamtsleiter Rolf Korb. Trotz aller Bemühungen fanden sich im Raum Langwedel/Daverden keine geeigneten Räumlichkeiten. Entweder fehlte das Außengelände, der Brandschutz war nicht ausreichend, die Räume zu klein, der Sanierungsbedarf viel zu hoch (Küsterhaus Daverden) – das Land Niedersachsen hätte eine Nutzung durch die Kinderarche nicht genehmigt.

Und dann hatte Ute Nelle von der Kinderarche die Idee mit der Grundschule Völkersen, so Rolf Korb. Hier gibt es schon eine Gruppe der Kinderarche, mit Angelika Bernstein-Janßen eine Schulleiterin, die die Arche engagiert unterstützt. Zudem würde die Landesschulbehörde ihre Genehmigung erteilen, wenn die Kinderarche in Völkersen eine weitere Erzieherin bekommt.

Obwohl in der Grundschule Langwedel ab dem nächsten Schuljahr eine Klasse mehr unterrichtet wird, kann man hier weiter 40 Kinder von der Arche betreuen lassen. 15 Kinder aus Langwedel können bis 15 Uhr in Völkersen betreut werden und nocheinmal 20 Kinder bis 17 Uhr. Den nötigen Busverkehr (für geschätzte 10 000 Euro im Jahr) würde die Gemeinde bezahlen, ebenso die Erzieherin.

Der Sozialausschuss empfahl einstimmig, den Vorschlag umzusetzen. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde dürfte mit seinem Beschluss heute Abend den Weg für diese Lösung frei machen.

„Es scheint ja zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Alternative zu geben“, meinte Sigrid Ernst (SPD). „Wir sollten uns mittelfristig Gedanken machen... und ich weiß, man muss dafür Geld in die Hand nehmen“, regte Alfons Adam (SPD) Planungen für einen eigenen Hort der Gemeinde an.

Ima Flecken Langwedel bedient man sich seit Jahren des privaten Vereins Kinderarche. Nicht nur aus Kostengründen. „Die Arche ist bei der Betreuung unglaublich flexibel. Das ist es, was die Eltern wünschen“, so Bürgermeister Andreas Brandt.

Die Unterbringung der Langwedeler Kinder in Völkersen soll nicht der Weisheit letzter Schluss sein, man will weiter nach Möglichkeiten im Raum Langwedel/Daverden suchen. „Da sind wir auch dankbar für Hinweise aus der Bevölkerung“, so Brandt.

jw

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