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Wo in Daverden Becher in den Zweigen wippen

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Von: Jens-Peter Wenck

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Aktuell treffen sich die „Kids im Küsterhaus“ mit Heike Schmitz und Christin Sellinger (v.rechts) wegen Corona hinter dem Haus.
Aktuell treffen sich die „Kids im Küsterhaus“ mit Heike Schmitz und Christin Sellinger (v.rechts) wegen Corona hinter dem Haus. © Sylvia Bothmer

Daverden – Doch. Es stimmt. Im Garten des alten Küsterhauses Daverden hängen Becher und Tassen in den Bäumen. Das ist im Endeffekt gar nicht so verwunderlich, wie es auf den ersten Blick vielleicht erscheint – und außerdem kein Schabernack, sondern eine wohldurchdachte Maßnahme. Verursacher dieser Becher-in-den-Baum-Aktion ist das Projekt „Kids im Küsterhaus“ für Vier- bis Zehnjährige unter der Leitung von Christin Sellinger, das sich großer Beliebtheit erfreut.

„Jeden zweiten Samstag im Monat lassen sich Christin und Heike Schmitz was Tolles für die Kinder einfallen“, berichtet Theda Henken, Vorsitzende des Vereins für Kultur und Geschichte. Spielerisch würden dabei Themen rund um Natur, Kunst, Kultur und Geschichte erlebt.

In diesem Monat ging es darum, den heimischen Vögeln im Winter eine Freude zu machen. Zunächst gab es zur Einführung ein kurzes Video vom Naturschutzbund (Nabu) zu gucken. Anschließend rührten und kneteten die Mädchen und Jungen eine Spezialmischung an. Das Rezept lautet so: Man nehme geschmolzenen Rindertalg, Sonnenblumenkerne, Nüssen und Rosinen. Gut durchrühren. Mit dieser vorzüglichen Mischung befüllt man alte Tassen und Becher – oder formt Futterbälle. Dann noch ein Stöckchen in die Masse in Bechern und Tassen platziert, fertig ist der Lande- und Futterplatz für die Vögel.

So sieht eine der selbst gemachten Futterstellen im Küsterhausgarten aus.
So sieht eine der selbst gemachten Futterstellen im Küsterhausgarten aus. © Sylvia Bothmer

Zwischendurch brauchten die Kinder natürlich auch mal eine kleine Bewegungseinheit im Küstergarten.

Das nächste Treffen der „Kids im Küsterhaus“ ist für den 12. Februar geplant, und zwar von 10.30 bis 12 Uhr, coronabedingt erneut draußen an der frischen Luft. Dann möchte man gemeinsam Setzlinge vorziehen.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt, um ganz junge Leute in das Küsterhaus und den Küstergarten zu bekommen. Vielleicht mag der eine oder andere Elternteil dann ja mal in den Verein für Kultur und Geschichte eintreten. Die „Kids im Küsterhaus“ sind jedenfalls jetzt schon so beliebt, dass sie in ihrer Gruppengröße gerade unter Coronabedingungen an ihre Grenze gekommen sind. Das müssen Eltern und Kinder wissen, die sich jetzt auch für das Projekt interessieren. Wer das tut, schickt am besten eine E-Mail an kulturundgeschichte@daverden.de. Fragen kostet ja nichts.  jpw

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