Kirche und Verein für Kultur und Geschichte planen mit Genossenschaft

„Wir wollen das Daverdener Küsterhaus erhalten“

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Für das alte Daverdener Küsterhaus zeichnet sich ein zukunftsfähiger Plan ab. ·

Daverden - Für das historische Daverdener Küsterhaus direkt neben der St. Sigismund-Kirche und seinen Erhalt ist eine tragfähige Lösung in Sicht. Beteiligt daran sind die Kirchengemeinde Daverden als Eigentümerin und der Verein für Kultur und Geschichte Daverden. Der möchte die Bewahrung des Hauses auf eine möglichst breite Basis stellen, wie am Donnerstagabend auf einer Mitgliederversammlung des Vereins im „Waldschlößchen“ deutlich wurde.

„Wir wollen das Küsterhaus und damit das Ensemble aus Kirche, Gemeindehaus, Kirchenvorplatz und altem Feuerwehrhaus erhalten“, erklärte Hinrich Bischoff, der Vorsitzende des Vereins für Kultur und Geschichte.

So schön das Küsterhaus und sein Garten da stehen: das 1733 erbaute und bis in die 50-er Jahre des vorherigen Jahrhunderts als Schule genutzten Gebäude hat einen erheblichen „Sanierungsstau“, wie es im schönsten Maklerdeutsch heißt.

Der Daverdener Kirchenvorstand hat im vergangenen Jahr diverse Möglichkeiten zur Zukunft des Küsterhauses ausgelotet. Das wesentliche Fazit: Man sieht sich selbst auf keinen Fall in der Lage, die nachhaltige Sanierung des Küsterhauses finanziell zu stemmen. Unter den ungünstigsten Umständen müssten Haus und Grundstück verkauft werden.

Den Verein nun trieb schon immer die Sorge ums Küsterhaus um. „Das Daverdener Küsterhaus ist untrennbar mit der Geschichte des Ortes verbunden“, so Hinrich Bischoff.

Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand wurde nach Lösungen gesucht, herausgekommen ist der folgende mögliche Weg: Die Kirche überträgt das Küsterhaus im Wege des Erbbaurechts auf eine noch zu gründende rechtlich selbständige und unabhängige Genossenschaft, die das Küsterhaus saniert und unterhält.

Dem Unternehmen kommt hilfreich zugute, das das Küsterhaus nicht unter Denkmalschutz steht, womit bei der Sanierung keine besonderen baurechtlichen Bestimmungen zu beachten sind, was sich auch im Kostenrahmen niederschlagen sollte.

Vorstellbar ist dann sowohl für den Kirchenvorstand wie den Verein eine zukünftige Nutzung des Küsterhauses als kulturelle und soziale Begegnungsstätte.

Für das Obergeschoss des Hauses zeichnet sich eine Nutzung als Bürofläche ab, so der Kirchenvorstand. Auch einen potentiellen Nutzer gibt es hier schon.

Für die noch zu gründende Genossenschaft gibt es laut Kirchenvorstand mündliche Zusagen für nicht unerhebliche Kapitalbeteiligungen.

Dem Verein für Kultur und Geschichte Daverden ist aber sehr daran gelegen, die Genossenschaft auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Man möchte möglichst viele Daverdener und Interessierte an dem Vorhaben beteiligen.

Wie das funktionieren kann und wie man sich das konkret vorstellt, möchten der Verein und der Kirchenvorstand der Öffentlichkeit in der kommenden Woche vorstellen und dann mit einer ersten Werbeaktion für die Genossenschaft starten.

Unter Umständen lassen sich für das Projekt auch noch von öffentlichen Stellen Zuschüsse einwerben. · jw

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