Weitere Genossen gesucht

Bürger Energie Bremen wirbt für Windkraftanlage

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Sven Punke und Dr. Alexander Müller- Bloh vor dem Fundament der Windmühle „Langwedel WEA 3“.

Langwedel - Die Sonne scheint, sie beißt sogar ein bisschen im Nacken. Alles ist schön trocken. Die Baustraße auch. Der erste Tieflader kommt. Die Staubentwicklung ist beachtlich. „Die Kranteile kommen“, sagt Sven Punkte.

Der nächste Tieflader ist im staubigen Anmarsch, hinten drauf hat er einen Bagger. Unser Ziel ist die Windmühle „Langwedel WEA 3“. Sie gehört zum Windpark Giersberg-Ost.

Hier bauen die deangruppe und ihr Geschäftsführer Dr. Alexander Müller-Bloh fünf 200 Meter hohe Windenergieanlagen. Eine davon hat die Energiegenossenschaft Bürger Energie Bremen eG (BEGeno) gekauft. Von den 5,5 Millionen Investitionsvolumen muss die Genossenschaft eine Million Euro selbst aufbringen, der Rest wird über Kredite finanziert.

Ab 1.000 Euro dabei

Ab 1.000 Euro kann man sich an der Genossenschaft und an deren Windmühle beteiligen. „Ein niederschwelliges Angebot“, wirbt BEGeno-Vorstand Sven Punke für die Genossenschaft und deren Ideen. Auch wenn man „Bremen“ im Namen trägt, auch wenn man das Geld für die Anlage fast zusammenhabe: „Wir suchen durchaus noch weitere Genossen. Gern auch aus dem Landkreis Verden.“ 

Die BEGeno betreibt schon mehrere Projekte, darunter eine Solaranlage in Achim. Man will regenerative Energien fördern. „Und den Leuten die Möglichkeit geben, sich wirtschaftlich daran zu beteiligen.“

Oft genug würden Windparks und andere Projekte von Großinvestoren oder geschlossenen Fonds betrieben. „Hier hat man die Möglichkeit, mal anzufassen und zu sagen: Das ist meins“, meint Punke. Man liege mit den Arbeiten voll im Plan. Aber viel anzufassen ist da noch nicht.

Arbeit am Genehmigungsverfahren

Während die Firma wpd aus Bremen mit ihren beiden Anlagen in Giersberg-West (was die Baubeteiligten vor Ort Windpark Giersberg nennen) schon relativ weit ist, arbeitet man in Langwedel (im Genehmigungsverfahren „Giersberg-Ost“) noch an zwei Fundamenten. Die sollen in den nächsten 14 Tagen fertig werden, der Hochbau am ersten Windrand soll in der kommenden Woche beginnen, so Alexander Müller-Bloh. „Die erste Anlage soll im September in Betrieb gehen.“ Die fünfte und letzte dann Mitte Dezember.

Die Windräder vom Typ Enercon E101 haben je eine Gesamtleistung von drei Megawatt, sind 199,5 Meter hoch – und damit sechseinhalb Meter kleiner als die beiden Anlagen in Giersberg-West. „Sie haben die gleiche Leistung, aber andere Rotoren“, erläutert Müller-Bloh. Die Mitglieder der BEGeno versprechen sich von ihrer Windmühle eine Jahresproduktion von etwa 7.500.000 Kilowattstunden (kWh). „Das reicht, um über 2.000 Haushalte mit grünem Strom zu versorgen“, so Sven Punke.

Ans Netz gehen alle Anlagen über das Umspannwerk in Etelsen. Von hier aus werden die Kabel in den nächsten Wochen in Richtung Windpark verlegt. „Überwiegend über landwirtschaftliche Flächen, nirgends durch den Ort“, sagt Müller-Bloh.

Wer sich für die BEGeno und ihre Projekte interessiert, findet dazu weitere Informationen im Internet unter www.begeno.de.

jw

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