Langwedeler Kartsportenthusiasten heben mit Erfolg eine eigene Rennserie aus der Taufe

„Die wilden Sieben“ und ihr Cup

Es läuft einfach. Die Langwedeler Kartsportenthusiasten veranstalteten ihre erste große Rennserie – und die wurde gleich ein richtig toller Erfolg. Fotos: DWS

Langwedel – Sie mögen die Farbe Blau. Sie sind wild und angefangen hat es mal mit sieben Leuten: „Die wilden Sieben“ (Kurz DWS), ist eine Gruppe kartsportbegeisterter Langwedeler. Und für sie war 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr. „Denn wir haben den ,DWS Cup – Die Rennserie im Norden’ ins Leben gerufen. Diese besteht aus, Achtung: zwölf Rennen! Zuzüglich fünf Rennen im ‘DWS Rookie Cup’, bei dem auch weniger erfahrene Kartfahrer teilnehmen können, ohne befürchten zu müssen, ständig von den erfahrenen Kartfahrern überholt beziehungsweise überrundet werden zu müssen“, erzählt Martin Wenski.

Zugegeben, bei der Planung ihrer Rennserie steckten „Die wilden Sieben“ die Ziele sehr ehrgeizig hoch. Da kam schon ein klein wenig ein mulmiges Gefühl und der Gedanke auf: „Wird die neue Serie auch von anderen Fahrern angenommen?“

Die Befürchtungen waren unbegründet. „Schon beim Eröffnungsrennen war die Bahn und damit das erste Rennen des ,DWS Cup’ komplett ausgebucht. Das Fahrerfeld war dabei von sehr hoher Qualität, es waren aber auch weniger erfahrene Teilnehmer dabei“, berichtet Wenski weiter. Genauso hatte man sich das gedacht, schließlich ist beim Cup der „wilden Sieben“ nach deren Bekunden jeder herzlich willkommen.

Lediglich das Limit des Kartbahnbetreibers begrenzt die Teilnehmerzahl. Okay, und die Vielfahrer, die bereits von Beginn der Serie an dabei waren und sie bis zum Ende fahren wollten, um einen der begehrten vorderen Platzierung ergattern zu können, wurden schon bei der Platzvergabe bevorzugt.

Es gab 2019 eine Outdoor-, eine Indoor- und eine Gesamtsieger-Wertung, bei der dem glücklichen Sieger ein Gutschein für ein Verwöhndinner beim Hauptsponsors, Klenkes Gasthaus und Restaurant in Langwedel winkte. Übrigens werden die Rennen des DWS Cup auch in der Kartbundesliga gewertet.

Butter bei die Fische: Die Veranstaltungsreihe war das gesamte Jahr mit sage und schreibe 61 Fahrern sehr gut besucht. Was auch an der freundschaftlichen Atmosphäre gelegen haben dürfte, die „Die wilden Sieben“ so trefflich zu schaffen vermögen.

Wie bereit erwähnt: Das Erkennungsmerkmal der wilden Sieben ist die Farbe Blau. Das spiegelt sich in den blauen Rennanzügen wieder und im Maskottchen der Truppe, einem Nachbau des Raumschiffs Enterprise in der Größe von zwei Metern im Stil der „wilden Sieben“ und gemäß ihrem Motto „Durchstarten mit Warp-Geschwindigkeit“.

Das beachtliche Modell steht auf der Hausstrecke der Langwedeler Kartfans, dem sogenannten „Heim-Grand-Prix“ auf dem Ralf Schumacher Kartcenter in Bispingen.

„Spektakulär, aber fair“, beschreibt Martin Wenski die zurückliegenden Rennen. Besonderen Eindruck hat 2019 „die Regenhölle eines der Outdoor-Rennen“ hinterlassen, das laut Veranstalter mutmaßlich als größtes Highlight wohl auf Ewigkeit in Erinnerung der teilnehmenden Fahrer haften bleiben wird. „Die Wassermassen waren dabei so groß, dass die Karts eher als Boote, denn als Rennfahrzeuge durchgehen würden. Da auch bei Regen mit sogenannten ,Slicks' gefahren wird, also Reifen ohne Profil, ist ein Feingefühl für Fahrzeug, Motordrehzahl, Bremse, Strecke und so weiter ein unbedingtes Muss.“

Nachdem die Rennserie dermaßen gut angekommen ist, will man auch 2020 wieder den „DWS Cup – Die Rennserie im Norden“ auflegen. Auch eine Kartsaison ist kostspielig, und so sind bei den Kartfreunden Sponsoren, auch für Sachpreise, immer sehr willkommen.

Der letzte Renntag der Saison im vergangenen Dezember hatte es (mal wieder) in sich. Im gesamten Feld gab es immer spannende und zugleich faire Positionskämpfe. Durchsetzen konnte sich vom Qualifying bis zum letzten Rennen, Christoph Missfeldt.

Er holte sich im Qualifying die Pole, fuhr im ersten Rennen auf Platz 1, im zweiten Rennen auf Platz 1 und fuhr zu guter Letzt auch noch die schnellste Runde.

Damit entschied Missfeldt auch die Indoorwertung für sich. Mit zwölf Punkten Rückstand folgte Ali Nouranian, der die Outdoorwertung gewonnen hatte auf Platz 2. Auf Platz 3 kam Maurice Zcernikow.

In der Gesamtwertung hingegen hatte Ali Nouranian alles im Griff, ließ sich den Sieg nicht nehmen und verdiente sich mit 26 Punkten Vorsprung zu Christoph Missfeldt die Siegerkrone redlich. Dafür gab es zum Pokal und dem Sekt auch noch den besagten einen Gutschein für ein Verwöhndinner im Stammlokal bei Axel Klenke.

Auf Platz 3, wie auch schon in der Indoorwertung, landete Maurice Zcernikow.

Zum Schluss wird noch verraten, wo die Fahrer der „wilden Sieben“ in ihrer eigenen Rennserie in der Gesamtwertung ins Ziel kamen: 2. Christoph Missfeldt, 4. Rainer Güers, 7. Martin Wenski („Ist doch logisch. Wegen wilder Sieben“), 11. Nick Braschkies, 15. Ulrich Büttner, 22. Nico Rohleder, 23. Björn Gatermann, 34. Jan-Leon Wenski, 44. Holger Hennig, 46. Torben Wendelborn.  jpw

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