Helene-Grulke-Schule verabschiedet Absolventen in das Berufsleben

Cluvenhagen: „Werden jeden Einzelnen sehr vermissen“

Neun glückliche und leuchtende Gesichter sind hier zu sehen bei der Entlassungsfeier in der abgedunkelten Mehrzweckhalle, inklusive Schulleiterin Meike Holsten (re.).
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Neun glückliche und leuchtende Gesichter sind hier zu sehen bei der Entlassungsfeier in der abgedunkelten Mehrzweckhalle, inklusive Schulleiterin Meike Holsten (re.).

Cluvenhagen – Die Schule ist aus, das Lernen geht weiter – am Freitag entließ die zur Stiftung Waldheim gehörende Helene-Grulke-Schule, benannt nach der Waldheim-Gründerin Helene Grulke, acht junge Erwachsene. Am Ende der emotionalen Feierstunde, zu der coronabedingt nur der jeweils engste Familienkreis eingeladen war, liefen die Abschlussschülerinnen und -schüler über eine Brücke. Symbolisch sollte sie ihnen den Weg in ein möglichst selbstbestimmtes Leben weisen.

Einen der Absolventen führt dieser Weg in den Berufsbildungsbereich der Waldheim-Werkstätten. Hier lernen junge Menschen mit Beeinträchtigung in Stufen eine berufliche Tätigkeit oder Teile davon. Etwa zwei Jahre lang können verschiedene Arbeitsfelder kennengelernt und ausprobiert werden, flankiert durch Betriebsunterricht mit theoretischer sowie praktischer Förderung.

Abschlussschülerin Inessa Surwilow beim symbolträchtigen Gang über die Brücke. Lehrer Harald Ziegler hilft ihr noch einmal beim Weg in die Zukunft.

„Eine andere Schülerin möchte zunächst ihren Hauptschulabschluss auf einer Berufsschule machen, während es eine andere junge Frau an die Ostsee zieht, wo sie sich fernab der Familie in einem Berufsbildungswerk auf ein inklusives Arbeitsleben vorbereiten lässt“, berichtet Katharina Englisch, Sprecherin der Waldheim-Gruppe.

Zwei Absolventen wechseln in Tagesförderstätten – wie zum Beispiel die „Lernwerkstadt“ der Lebenshilfe Rotenburg-Verden. Hier werden Menschen mit Behinderung auf eine Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet. Allen gemeinsam ist die weitere persönliche Kompetenzentwicklung im Bereich von lebenspraktischen Erfahrungen.

„Welchen Weg der Einzelne auch immer einschlägt, bei uns wurde er darauf vorbereitet, mehr allein zu schaffen“, sagte Schulleiterin Meike Holsten in ihrer Verabschiedungsrede. „Wir wünschen allen acht von Herzen ‚Glück auf‘, nicht nur bei den gestalteten Übergängen ins Arbeitsleben, sondern auf ihrem weiteren Lebensweg. Wir werden jeden Einzelnen von ihnen sehr vermissen.“

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