Kommt bei Petra und Uli Mattfeldt aus Daverden ein spannender Krimi dabei heraus

Wenn die Mutter mit dem Sohn ein Jugendbuch schreibt

Die beiden haben auch abseits des offiziellen Verlagsfotos gut strahlen: Petra und Uli Mattfeldt haben jetzt als Autorenduo einen Jugendkrimi geschrieben. Die erste gemeinsame Lesung gab es übrigens auf der Leipziger Buchmesse.

Daverden - Von Jens Wenck. Liegen Mutter und Sohn im Urlaub am Strand. Sagt der Sohn, der gerade den Jugendkrimi durchgelesen hat, den seine Mutter geschrieben hat: „Echt spannend.“ Hm, bei so einer Ansage kommt Freude auf. „Ich hätte sogar noch eine Idee für einen weiteren Fall“, meint der Sohn. Keine Bange, das wird jetzt hier kein schlechter Witz. Die Sache wartet mit einer klasse Pointe auf und hat sich außerdem so oder fast genauso zugetragen.

Unsere beiden Protagonisten heißen Petra und Uli Mattfeldt. Die Daverdenerin veröffentlich schon seit Jahren unter verschiedenen Pseudonymen erfolgreich historische Romane, hat schon einen Krimi für Erwachsene geschrieben, aber auch Jugendbücher. Darunter den Jugendkrimi „Der Jahrbuchcode“.

So, so – und für dessen Fortsetzung hatte Uli (aktuell 17 Jahre alt) also eine Idee. „Erzähl mal“, meinte Mama. Gesagt, getan. Und dann hatte man da zwei Leute, die sich beim Spinnen einer Geschichte gegenseitig hochschaukelten. Nun, ja. Man kann ja mal beim Verleger anfragen, was er von dem Geschichtenplot hält. Der Herr Verleger war angetan. Sehr.

Erst wollte Petra Mattfeldt die Geschichte ja allein schreiben. „Aber es war ja seine Idee.“ Also setzen Mutter und Sohn sich hin, diskutieren den Fortgang ihrer Geschichte – und jeder schrieb abwechselnd ein Kapitel. „Die haben wir dann wechselseitig gegengelesen.“

Herausgekommen ist „Der Jahrbuchcode – SOS Emilia O.“, erschienen im renommierten Buntsteinverlag, zu haben für 9,99 Euro in der gedruckten Ausgabe, für 4,99 als E-Book.

Worum es geht? Niklas, Lilly und Philipp waren im ersten „Jahrbuchcode“ dazu verdonnert, das Jahrbuch ihrer Schule zusammenstellen. „Knarzlangweilig“, dachte das Trio. Bis sie den rätselhaften Unbekannten, der auf den alten Klassenfotos auftaucht und scheinbar nie älter wird, entdeckten. Gemeinsam mit Niklas‘ Freund Jonas gelang es ihnen, das Geheimnis zu lösen.

Bloß, wer war der mysteriöse Hinweisgeber, der den jungen Detektiven half?

Und jetzt findet Niklas im neuen Jahrbuch einen versteckten Code: „SOS Emilia Otterbach“. Was ist mit dem Mädchen, das vor sechs Jahren plötzlich verschwand, wirklich passiert? Logisch, dass die Freude nachforschen...

Sitzen ein Vater und sein Sohn zusammen, der schon beide Bände von „Der Jahrbuchcode“ vertilgt hat. „Und? Wie war's?“, will Vatern wissen. „Hm. Ja. Gut“, lautet die Antwort. Eltern können manchmal schon ganz schön mit ihren Fragen nerven. „Wann gibt es eigentlich den nächsten Band?“ Diese Frage eines Vertreters aus der relevanten Zielgruppe des Jugendkrimis darf man getrost als Zeichen der Wertschätzung nehmen und sie an das Autorenduo weiterreichen.

Also? „Es hat Spaß gemacht. Echt. Ideen sind auch da.“ Der Verleger wünscht sich mehr... Hört man da jetzt so ein leises „Aber“ durch? Petra Mattfeldt selbst hat einige weitere Buchprojekte auf der Startbahn oder sie sind schon unterwegs. Uli Mattfeldt schreibt, bislang noch meist für sich, Kurzgeschichten im Bereich Fantasy und Science Fiction. Außerdem spielt er gern und erfolgreich Handball. Dann wäre da ja noch die Schule, wo es bald in Richtung Abitur geht...

Mit der Zeit für ein weiteres gemeinsames Buchprojekt ist es also so eine Sache. „Mal gucken. Spaß machen soll es ja auch.“

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