Jana Hilger und Katharina Kiehntopf haben Crowdfunding gestartet

Weltretter-Kinderbuch aus Langwedel

Mit kleinen Schritten können auch schon kleine Menschen viel für unsere Welt tun, meinen Jana Hilger (li.) und Katharina Kiehntopf (re.) und haben ein Kinderbuch zu dem Thema gemacht.
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Mit kleinen Schritten können auch schon kleine Menschen viel für unsere Welt tun, meinen Jana Hilger (li.) und Katharina Kiehntopf (re.) und haben ein Kinderbuch zu dem Thema gemacht.

„Wie Michel zum Weltretter wird“ heißt das Buch, das besonders für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren gedacht ist. Jana Hilger aus Langwedel hat es geschrieben und Katharina Kiehntopf hat es illustriert. Jetzt haben die beiden eine Crowdfundingaktion gestartet, um ihre Werk auf den Markt zu bringen.

Langwedel – „Ja, wir können doch nicht die ganze Welt retten!“ Diese Aussage kommt einem irgendwie bekannt vor. Hat das mal ein Politiker gesagt? Oder wer? Ist aber eigentlich auch egal. Weil: „Weltretten ist pupseinfach!“ Für diese These stehen Jana Hilger und Katharina Kiehntopf. Darum haben sie zusammen ein Kinderbuch gemacht. Hilger hat geschrieben, Kiehntopf war für die Illustrationen zuständig.

„Wie Michel zum Weltretter wird“ heißt das Buch, das besonders für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren gedacht ist. Der Held der Geschichte ist der fünfjährige Michel. Er möchte gerne Weltretter werden, wenn er groß ist. Das erzählt er auch seinen Großeltern, mit denen er viel zusammen ist. Wieso denn warten, bis er groß ist? Die Oma zeigt dem Michel, wie er jetzt schon, mit vielen kleinen Sachen und Schritten ein Stück weit die Welt retten kann.

Da geht es um Ernährung, Wasser, Lebensmittel, Tiere, um Achtsamkeit und Respekt der Umwelt und überhaupt allen Lebewesen gegenüber. In Michels Buch stehen sogar Rezepte für leckeres Essen.

Klingt doch super. Im Moment gibt es aber noch einen Haken. Das Buch ist noch nicht zu kaufen. Damit sich das ändert, haben Jana Hilger und Katharina Kiehntopf ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Das heißt, sie versuchen über das Internet soviel Geld zu sammeln, dass das Buch in einer Auflage von 1 000 Stück gedruckt werden kann, und zwar „nachhaltig, fair, vegan, sozial und ökologisch produziert durch den GrünerSinn-Verlag“. Steuern und Gebühren sollen dann auch schon bezahlt sein.

„Ins Rollen gekommen ist das Projekt durch die Gründung unserer Vertrauenfabrik. Das war 2018“, erzählt Jana Hilger (www.vertrauensfabrik.de). Sie habe selbst nach einem Buch für ihre Kinder gesucht, mit denen sich vermitteln ließe, dass Mensch auch schon in jungen Jahren mit kleinen Schritten etwas für die Welt tun kann. Sie hat lange gesucht – und nicht das Richtige gefunden.

Also lautete der Beschluss: Selbermachen. Herausgekommen ist dabei nach Ansicht der Autorinnen ein Buch für Kinder, Eltern und Großeltern. Unbedingt ohne erhobenen Zeigefinger. „Dafür sind Sachen zum Schmunzeln drin“, sagt Jana Hilger. „Ja. Genau. Finde ich auch“, wirft Katharina Kiehntopf ein und strahlt. Ihr gemeinsames Buch soll Spaß machen. Unbedingt.

Die beiden Frauen kennen sich schon länger. Die Jungs waren zusammen im Kindergarten. Aber man hat sich eben gesehen – und das war es auch schon. Katharina Kiehntopf hat vor ein paar Jahren angefangen zu malen. Mit der Methode „Happy Painting“. Sie war sofort begeistert – und liefert übrigens tolle Sachen ab, wie sich auch an den Illustrationen für den Kalender des Daverdener Paracelsus-Apotheke sehen lässt. Kiehntopf ist hauptberuflich Apothekerin. Aber das nur am Rande.

Die Daverdenerin gab dann sogar Kurse in „Happy Painting“, die auch Jana Hilger besuchte. Zuhause hat sie dann geschwärmt, was für tolle Sachen Kiehntopf macht und dass das ja genau das richtige für ihr Kinderbuch wäre...

„Frag sie doch einfach, hat mein Mann Jens dann gesagt“, so Jana Hilger. Die Antwort: ein spontanes „Ja, das ist aufregend“. Die Illustratorin hatte völlig freie Hand. „Du rockst das, hab ich ihr gesagt“, erinnert sich Jana Hilger. Beide sind richtig stolz auf das Buch und sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Für das Werk werben sie nun auch via Facebook und Instagram sowie über eine ausführliche Seite im Internet: startnext.com/wie-michel-zumweltretter-wird heißt die.

Wer bei der Buchveröffentlichung einfach helfen will, der lässt eine kleine Geldspende da. Man kann auch Geschenke bestellen, indem man ein fertiges Buch an ein Kinderheim verschenkt. Oder sich selbst ein Buch ordert, das auch mit Widmung zu bekommen ist.

Wenn die beiden Autorinnen bis zum 14. Februar um 23.59 Uhr das gesetzte Ziel, 6 000 Euro zu sammeln, nicht erreichen? „Dann wird alles an die Geber zurückgezahlt“, erläutert Katharina Kiehntopf. „Aber das wird nicht passieren“, ist sich Jana Hilger sicher.

Auf der Seite ihres Crowfundingprojektes, kann jeder gucken, wie viele Unterstützer es bereits gibt, wie viel Geld schon zusammengekommen ist. Seit einer knappen Woche läuft das Unternehmen. Das Ergebnis ist mehr als ordentlich, es fehlt aber noch was. „Gemeinsam lässt sich viel erreichen. Auch und gerade in kleinen Schritten“, ist die Devise von Jana Hilger, Katharina Kiehntopf, von ihrem Buch „Wie Michel zum Weltretter wurde“ – und von Crowfundingprojekten. So mal zum Schluss als kleiner Wink mit dem Laternenmast gesagt.

Im Juli könnte es dann die Bücher geben.

Michel weiß, wie Weltretten geht - eine Illustration aus dem Buch

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