„Rumänische Findelhunde“: Zwei- und Vierbeiner genießen Sommerfest

„Weil man Tiere liebt“

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Der kleine Herzensbrecher Paul: An liebevoll gestalteten Halstüchern ließ sich beim „RuFi“-Sommerfest erkennen, welcher Hund noch ein Zuhause sucht.

Daverden - Wau, das Sommerfest des Vereins „Rumänische Findelhunde“ aus Langwedel-Daverden war ein voller Erfolg. Viele Tierfreunde waren am Wochenende gekommen und bestaunten was alles geboten wurde und wie entspannt die Hunde waren.

Im Garten des ersten Vorsitzenden Rolf Kleemann und seiner Lebensgefährtin Gaby Dziuballe in Daverden wurde das erste Sommerfest nach Vereinsgründung im Januar gefeiert. Verschiedene Aussteller boten Hundezubehör, darunter Leinen, Halsbänder und liebevoll gestaltete Taschen für Hundekram an.

Es gab Informationen zu Tiernahrung, zu der Tierschutzorganisation Tasso, die führend bei der Registrierung von Haustieren ist, und auch die Katzenpsychologin Petra Bauer und die Tierheilpraktikerin Sasja Metz aus Achim waren da. Unterstützt wurde der Verein, der sich kurz „RuFi“ nennt, zudem von einer Hundesportgruppe aus Kleinenborstel, die demonstrierte, was ihre Vierbeiner alles können.

RuFi nutzte die Möglichkeit, sich, seine Arbeit und einige seiner Schützlinge vorzustellen, die noch ein endgültiges Zuhause suchen. Gut zu erkennen waren die kleinen Herzensbrecher an den liebevoll gestalteten Halstüchern und insbesondere die Welpen ließen mit ihrem Spiel die Herzen der Besucher dahin schmelzen.

Für das leibliche Wohl der Zweibeiner war gesorgt und so genossen die Besucher ganz gemütlich das Spiel der geretteten Hunde, denen der Verein eine Chance auf ein glückliches Hundeleben bietet. Für einige der süßen „Lirustra“ (liebe rumänische Straßenhunde), wie Gaby Dziuballe die Mischlinge nennt, fanden sich beim Fest konkrete Interessenten.

Der noch junge Verein, der sich aus der Tierschutzgruppe „Tierhilfe International Bremen“ gegründet hat, sucht weitere Mitglieder und ganz dringend Pflegestellen, denn dort werden die Hunde nach der Ankunft in Deutschland zunächst untergebracht.

Heike Reitz und Michael Brandt aus Ganderkesee haben den kastrierten Rüden Paul bei sich aufgenommen. Auf die Frage nach den Gründen antwortet die Hundebesitzerin mit einer Gegenfrage: „Warum nicht?. So ein Pflegehund macht nicht viel Arbeit und die Kosten werden übernommen“, sagt sie. Wobei sie sich bereit erklärt hat, diese selbst zu übernehmen. „Ein Fresser mehr, das fällt nicht ins Gewicht“, sagt sie.

Zuhause sei Paul nicht so schüchtern, wie bei dem Sommerfest. Da fühlte er sich auf Herrchens Arm am sichersten. Naja, Übergangsherrchen oder vielleicht doch endgültiges? Denn so mancher mag seinen Schützling oft gar nicht mehr her geben. Und das Paar nennt am Ende doch noch einen Grund, warum sie zur Pflegestelle geworden sind: „Weil man Tiere liebt.“ Und das war nicht zu übersehen.

wb

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