Weihnachtskonzert mit Saite 5 in einer richtig vollen Etelser Kirche

Die Sache mit der Stimmung

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Da strahlen die Sechs von Saite 5 nach ihrem Weihnachtskonzert in Etelsen. Das Publikum war völlig aus dem Häuschen und erjubelte sich völlig begeistert seine Zugabe.

Etelsen - Von Jens Wenck. Das Wetter ist viel zu warm. Schnee gibt‘s im Moment keinen zu sehen und in den nächsten Tagen garantiert auch nicht. Das Dudelradio quält seine Hörer mit „Last Christmas“… Weihnachtsstimmung? Ach, geh mir weg. Aber was ist das? „Saite 5 am 4. um 5 – das Weihnachtskonzert in der Kirche Etelsen“. Gott sei Dank.

Letzteres dachten am vierten Adventssonntag noch eine ganze Menge Leute mehr und die kamen beileibe nicht nur aus Etelsen. Achimer (na, gut: Badener) und Langwedeler ließen sich unter anderem auch ausmachen. Logische Konsequenz: Die Kirche „Zum Guten Hirten“ war voll. Richtig voll.

Was die vielen Menschen am Sonntagabend nach Etelsen lockte, war die Aussicht auf eine Konzert der besonderen Art mit Saite 5, einer Band mit den Musikern Bri und Horst Skornicka, Annette Pfahler, Heinz Behrens und Jürgen Schmidt. Das Quintett hatte im vergangenen Jahr das ersten Mal ein vorweihnachtliches Konzert in Etelsen gespielt – und seine Zuhörer begeistert.

„Eine Gitarre hat ja auch sechs Saiten“, meinte Bri Skornicka. Was aber nicht der einzige Grund ist, warum Saite 5 an diesem Abend zu sechst auf der Bühne standen. Man hat sich Thomas Schönwalder am Bass dazu geholt, eine echte Bereicherung.

Traditionelles, Modernes und Weihnachtslieder waren für diesen Abend versprochen und wurden auch geboten. Sehr zur Freude des Publikums in dem ganz eigenen Saite 5-Sound. Der kommt herrlich entspannt, aber auf keinen Fall drucklos daher, zeichnet sich durch mehrstimmigen Gesang und viel Gitarren aus. Akustisch ist das Ganze, die Musik bekannt, meistens jedenfalls, aber doch anders.

Etwa wenn es die Tuba von Horst Skornicka zum „Lemontree“ gibt. Apropos Tuba: Für das Ende der Pause hat man sich Bläser eingeladen. Von denen dann aus Etelsen, der näheren und weiteren Umgebung eine ganze Menge gekommen waren, so dass im Seitenschiff der Kirche quasi ein ganzer Posaunenchor spielte und zwar weihnachtlich wundervoll.

Zu den Weihnachtsstücken zogen die Bandmitglieder übrigens Weihnachtszipfelmützen über. Okay, Sängerin Bri Skornicka legte sich das gute Stück nur über die Schulter. Ihr Mann Horst nahm dafür die grün-weiße Werderwichtelmütze. Sollen andere doch jammern und verzagen. „Ich geb nicht auf.“

Zwischen der Musik ein bisschen Gefrotzel mit den Ansagen, in der Kirche wird es immer wärmer, für Gänsehaut sorgt aber Annette Pfahler mit ihrem Gesang und dem eigentlich traurigen Liebeslied „The first cut is the deepest“. Auf einmal ist man schon beim Weihnachtslieder-Medley gelandet. Das Publikum ist aus dem Häuschen, erjubelt sich seine Zugabe. Allerspätestens da, wer guckt denn da um die Ecke? Ah, die Weihnachtsstimmung. Und weil das so ist, dürfte man da vielleicht schon mal einen Wunsch für das nächste Jahr…? Saite 5 am 4. um 5? Geht das vielleicht? Das würde viele Leute freuen.

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