Töpfern im Garten des Langwedeler Häuslingshauses

„Was, schon vorbei?“

Gar keine Frage, zusammen geht das alles noch ein bisschen besser: Fiete und Peer halfen sich beim Töpfern am Häuslingshaus schon mal gegenseitig.
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Gar keine Frage, zusammen geht das alles noch ein bisschen besser: Fiete und Peer halfen sich beim Töpfern am Häuslingshaus schon mal gegenseitig.

Langwedel – Einen Töpferkurs für Grundschulkinder bot der Langwedeler Kulturverein jetzt an. Wegen der Corona-Pandemie gibt es in diesem Sommer kein von der Gemeinde organisiertes Ferienspaßprogramm. Vielleicht mit ein Grund, warum dieses Angebot bestens angenommen wurde und quasi ausgebucht war.

Sigrid Ernst und Jutta Gründemann vom Kulturverein waren jedenfalls ob des Zuspruchs sichtlich und spürbar zufrieden.

Aus Kirchlinteln war die ausgebildete Keramikerin Corinna Möller nach Langwedel gekommen. Möller hat schon mehrere Töpferkurse, auch für Erwachsene, am Häuslingshaus angeboten. Bei bestem Sommerwetter waren die Kinder super bei der Sache, vor der Sonne schützte ein Pavillon. Die Mädchen und Jungen konnten bei der Arbeit ihrer Fantasie freien Lauf lassen. So entstanden kleine Tiere, Schalen oder auch Becher. Charlotte war auf ihren Becher besonders stolz, denn es war ihr gelungen, einen feinen Henkel anzufügen. Da wollte ihre Tischnachbarin Helene nicht nachstehen und bastelte ebenfalls einen Becher mit Henkel.

Corinna Möller zeigte den Kindern eines der ältesten Töpferverfahren, die Einformtechnik, bei der flach gerollter Ton mit Schablonen zu kleinen Kunstwerken wurde. Diese Verarbeitungsmöglichkeit soll bereits vor 5000 Jahren entdeckt worden sein.

Nachdem Corinna Möller den Ton an die Kinder verteilt hatte, kam nicht nur deren Kreativität zum Vorschein, sondern auch ihre Wissbegierde. Immer wieder lief jemand zu Sigrid Ernst, die für Fachfragen dann allerdings an Kursleiterin Corinna Möller verweisen musste.

Einem Jungen gelang sogar ein Gartentor. Oder war es ein Reck? Egal, sah gut aus. Natürlich wurden die kleinen Kunstwerke signiert. Die Objekte wurden teilweise bunt bemalt. Auch einige Jungen gingen mutig ans Werk, nachdem sich anfangs nur junge Damen am Häuslingshaus eingefunden hatten. Fiete und Peer Siegert waren eifrig bei der Sache – und halfen sich gegenseitig beim Töpfern der Tassen oder Becher.

Sigrid Ernst staunte auf einmal, dass plötzlich schon einige Mütter zum Häuslingshaus kamen. „Was, sind die 90 Minuten schon vorbei?“

Alle waren so eifrig bei der Sache, dass die Zeit in Vergessenheit geraten war. Corinna Möller sammelte die kleinen Kunstwerke ein, um sie mit in ihre Werkstatt zu nehmen.

In Kirchlinteln dürfen und müssen die Arbeiten zunächst trocknen. Dann geht es für die Töpferwaren in den Rohbrand, der bis zu 960 Grad heiß wird. Es folgt der Glasurbrand, bei dem eine Temperatur von 1080 Grad erreicht wird. Erst dann sind die kleinen Kunstwerke endgültig fertig.

Abgeholt werden können die Töpfersachen am Montag, 10. August, um 17 Uhr am Häuslingshaus.  hu

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