Alfons Adam ist neuer Ortsbürgermeister

„Was gibt es Schöneres ...“ als den Start des Ortsrates Daverden

Mitglieder des alten und des neuen Ortsrates Daverden (v.li.): Silke Brünn, Torsten Eggers, Lars Lorenzen, Alfons Adam und Christin Sellinger. Es fehlen Heike Schmitz und Kay Weber.
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Mitglieder des alten und des neuen Ortsrates Daverden (v.li.): Silke Brünn, Torsten Eggers, Lars Lorenzen, Alfons Adam und Christin Sellinger. Es fehlen Heike Schmitz und Kay Weber.

Langwedel/Daverden – „Schon auch ein bisschen traurig“, leite sie jetzt hier ihre letzte Sitzung als Ortsbürgermeisterin, erklärte Silke Brünn (SPD) am Mittwochabend im Langwedeler Rathaus. Nach zwei Amtszeiten hatte sie sich entschieden, bei der Kommunalwahl nicht mehr zu kandidieren. „Die zehn Jahre haben mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es war eine wirklich schöne Aufgabe“, so Silke Brünn mit Dank an alle Kolleginnen und Kollegen im Ortsrat Daverden und an die Verwaltung für die vielfache Unterstützung.

„Das war ein vorbildliches Engagement, Wir haben zusammen schöne, tolle Aktionen gemacht“, bedankte sich Lars Lorenzen (CDU) bei der scheidenden Ortsbürgermeisterin, die dann auch die Wahl ihres Nachfolgers leitete – obwohl sie nicht die Älteste im Ortsrat war.

„Wir haben das in Daverden in der Vergangenheit immer so gehalten, dass der oder die mit den meisten Stimmen Ortsbürgermeister wird“, erklärte Lorenzen, dessen CDU die SPD als stärkste Partei in Daverden abgelöst hatte. Die meisten Stimmen hatte Alfons Adam (SPD) gewonnen. „Wir haben im Vorfeld ja auch schon Gespräche geführt. Ich halte Alfons persönlich für den idealen Nachfolger von Silke Brünn und schlage daher Alfons Adam zur Wahl des Ortsbürgermeisters vor“, erklärte Lorenzen. Gegenkandidaten? Keine. Adam wurde einstimmig gewählt.

„Ganz ehrlich, ich habe mich sehr gefreut, als Lars mich kurz nach der Wahl angerufen hat und schon etwas Ähnliches gesagt hat“, nahm ein offenkundig bewegter Alfons Adam die Wahl an.

„Für den Ortsrat war es mir auch immer wichtig, dass hier die Politik in den Hintergrund rückt und wir die Projekte für unseren Ort anstoßen. Ich glaube, das ist uns in der Vergangenheit gut gelungen“, so Adam. „Ich will versuchen, den Stil von Silke Brünn beizubehalten. Daverden als mein Geburtsort liegt mehr sehr am Herzen.“

Ebenfalls einstimmig wurde der stellvertretende neue Ortsbürgermeister Lars Lorenzen nach Vorschlag von Alfons Adam gewählt. Er löst Heike Schmitz (WGL) ab, die aber weiter im Ortsrat sitzen wird. Komplettiert wird der Ortsrat Daverden von den neuen Mitgliedern Kay Weber (CDU) und Christin Sellinger (SPD).

Da man sich im Vorfeld mit dem Ortsrat schon vor dessen konstituierender Sitzung getroffen hatte, habe der auch schon etwas entwickelt, erklärte Ortsbürgermeister Adam. „Was gibt es Schöneres, als gleich mit einem gemeinsamen Antrag zu starten?“

Folglich werden sich die Langwedeler Gemeindeverwaltung und die zuständigen Fachausschüsse mit dem Begehren des Ortsrates befassen müssen, der Bauhof der Gemeinde möge sich zukünftig um die Unterhaltung und Instandsetzung des Weges zum Daverdener Schützenplatz kümmern.

„Von dem Vorschlag der Verwaltung, die Schranke nach vorne an die Straße zu verlegen, halten wir gar nichts“, erklärte Adam. Die direkte Nachbarschaft würde in der Folge zugeparkt, der Schützenplatz werde nämlich als Parkplatz vor allem von Erholungssuchenden genutzt, die ins Daverdener Holz wollten und nicht vom Schützenverein, wie gerade die zurückliegenden zwei Pandemiejahre bewiesen hätten.

Was nach der offiziellen Sitzung folgte, war die Verabschiedung von Torsten Eggers (CDU) aus dem Ortsrat, der für sein 15 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement die bronzene Ehrennadel des Städte- und Gemeindebundes erhielt – und eine Schlemmerbox obendrauf.

„Du hättest noch eine Menge dran hängen können. Ich bedaure deine Entscheidung sehr. Auch wegen der vielen fachlichen Gespräche, wegen des Austausches“, erklärte Bürgermeister Andreas Brandt bei der Verabschiedung von Silke Brünn.

Allerdings wusste der Bürgermeister einen Grund, der mit zur Entscheidung beigetragen haben könnte, nicht mehr bei der Kommunalwahl anzutreten: „Du hast schon manches Mal damit gehadert, wenn Dinge im Ortsrat und Gemeinderat nicht nach Gesetz und Recht entschieden wurden, sondern politisch.“ Worauf von Brünn, Fachdienstleiterin beim Landkreis Verden, nur zustimmendes Kopfnicken kam.

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