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Warten auf die Wartehäuschen in Langwedel und Etelsen

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Von: Jens-Peter Wenck

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Als letzte Haltestelle ist die in Langwedel-City an der Großen Straße fertig geworden. Aber auch hier fehlt das Wartehäuschen, was sich bei regnerischem Winterwetter gar nicht gut anfühlt.
Als letzte Haltestelle ist die in Langwedel-City an der Großen Straße fertig geworden. Aber auch hier fehlt das Wartehäuschen, was sich bei regnerischem Winterwetter gar nicht gut anfühlt. © Wenck

Langwedel – Gut sehen sie aus, die neuen Bushaltestellen an der L 158, der Hauptverkehrsader mitten durch den Flecken Langwedel. In Etelsen sind die Haltestellen am Schlosspark in beiden Richtungen neu. Hoch und damit barrierefrei, teilweise rot gepflastert. Park- bzw. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind auch da. Genau wie an der neuen Haltestelle mit dem Namen Carl-Friedrich-Straße in Langwedel an der Großen Straße oder die bei den an der neuen Eisenbahnbrücke in Förth. Wenn da nicht etwas fehlen würde. „Ja, ich weiß“, sagt Langwedels Bauamtsleiter Bernhard Goldmann ungefragt. „Die Kinder stehen da im Regen. Die Wartehäuschen fehlen noch.“ Dass das so ist, hat einen Grund.

Der Flecken Langwedel hat die Wartehäuschen für seine neuen barrierefreien Haltestellen über den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) bestellt, wie anderen Städte und Gemeinden auch, in der Menge wird es eben günstiger. Die Haltestellen kommen nun allesamt von einer einzigen Firma, die sei dann nur einmal im Jahr vor Ort. „Aber spätestens Ende März sollen die alle gemacht sein“, berichtet Bernhard Goldmann vom Resultat etlicher Telefonate.

In die fünf neuen Haltestellen wird der Flecken Langwedel am Ende 275 000 Euro investiert haben. Obwohl, das ganze Geld stammt nicht allein aus der Gemeindekasse. 174 900 Euro kommen als Zuschuss von Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), sind also Mittel des Landes Niedersachsen.

Bei der Sanierung beziehungsweise dem Neubau von Haltestellen würde es die Straßenbaubehörde auch gern sehen, wenn die alten Haltebuchten verschwinden, so Bernhard Goldmann. Das bedeutet aber auch, dass die Busse auf der Straße anhalten, um Leute ein- und aussteigen zu lassen. Das wieder behindert dann auch den Verkehr, der zwangsläufig zum Stocken kommt. „Das geht nicht überall“, so der Bauamtsleiter. Außerhalb von Ortschaften ist der Verkehr zu schnell, um einen Bus mitten im Verkehr halten zu lassen. Zu dicht an einer Kreuzung darf so eine Haltestelle auch nicht sein. Dann muss, wie im Falle der Großen Straße (Bahnhofstraße) oder in Daverden im Bereich der Kreuzung von Hauptstraße und Feldstraße doch eine Haltebucht sein.

In Langwedel ist es erklärter Wille der Politik, nach und nach sämtliche Haltestellen barrierefrei auszubauen. „Da ist noch mehr in Planung“, sagt Bernhard Goldmann. Aber in puncto Haltestellen wird in diesem Jahr nichts mehr passieren – und im nächsten Jahr wohl auch nicht. „Das haben wir erst einmal nach hinten geschoben.“

Zum Einen müsste die Gemeinde Förderanträge bis Ende Mai stellen, wenn im Jahr darauf die Landesmittel fließen sollen. Zum Anderen hat das Bauamt im Langwedeler Rathaus aktuell mal wieder reichlich Aufgaben und Arbeit vor der Brust.

Beide Bushaltestellen an der Eisenbahnbrücke in Förth sind nagelneu und barrierefrei. Alle weiteren alten Haltestellen sollen folgen.
Beide Bushaltestellen an der Eisenbahnbrücke in Förth sind nagelneu und barrierefrei. Alle weiteren alten Haltestellen sollen folgen. © Wenck

Da sind die Großprojekte Erweiterung Feuerwehrhaus Cluvenhagen, das Baugenehmigungsverfahren für die neue Krippe in Etelsen-Berkels läuft. „Ich denke, da wird auch in diesem Jahr noch Baubeginn sein können“, so Goldmann. Dann sind da ja noch die ganz normalen Unterhaltungsmaßnahmen, um die sich das Bauamt kümmert.

Am Horizont zeichnet sich außerdem die Einführung der Ganztagsschulen ab, die mit Sicherheit bauliche Veränderungen an den Grundschulen im Flecken Langwedel nach sich ziehen werden und die man beizeiten angehen muss. „Auch wenn das nicht dieses Jahr und auch nicht in dem darauf wirksam wird“, erklärt Bernhard Goldmann, „uns wird hier bestimmt nicht langweilig.“ Weil man so viel Vergnügen auch gerne teilt, ist man im Rathaus auf der Suche nach Verstärkung. „Tiefbauingenieure und –ingenieurinnen dürfen sich gern bewerben.“

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