40 erfolgreiche Jahre als Theaterverein

Völk'ser Platt feiert seinen runden Geburtstag

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Wenn man wie der Theaterverein Völk'ser Platt jetzt seinen 40. Geburtstag feiert, dann nutzt man natürlich die Gelegenheit und ehrt die anwesenden Gründungsmitglieder.

Völkersen - Die anwesenden Gründungsmitglieder standen natürlich im Mittelpunkt der Geburtstagsfeier des Theatervereins Völk’ser Platt im Landgasthaus „Grashoff’s“. Bevor der Vorsitzende Reinhard Körte sich und den Gästen einen Rückblick auf die bisherigen 40 Vereinsjahre gönnte, ließ man es sich am Sonnabend erst einmal bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Am 9. Juni 1978, also auf den Tag genau vor 40 Jahren, erfolgte die Gründungsversammlung. Dabei waren Cornelia und Erhard Kettenburg, Ilse und Walter Meinken, Rainer Scharnhusen, Jürgen Mattfeldt, Wolfgang Lutz, Brigitte Blume, Anita Bormann, Kurt Oetting, Bernd Hildebrand und Reinhard Körte. Die anwesenden Jubilare wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Vorsitzender wurde damals Reinhard Körte, Schriftführer Erhard Kettenburg, Kassenwartin Ilse Meinken, Vorsitzender des Spielausschusses Jürgen Mattfeldt und Vorsitzender des Bühnenausschusses Manfred Oetting.

Die Schauspielerei hat in Völkersen aber eine weitaus längere Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurde Theater gespielt, als Abteilung des TSV „Eintracht“ Völkersen. Zunächst trat man in der Vereinsgaststätte „Zum Alten Krug“ auf, später dann im Gasthaus „Zur Post“. Es gab lediglich eine Aufführung: immer am 1. Weihnachtstag und mit anschließender Tanzveranstaltung. Als im März 1965 der Laienspieler Kurt Oetting starb, war es mit dem Theaterspiel vorbei. Die Tanzveranstaltung wurde von der Freiwilligen Feuerwehr weiter durchgeführt, doch mangels Beteiligung 1976 eingestellt.

Der 1. Weihnachtstag war als Termin frei. So sprangen einige der Laienspieler ein, schon 1977 gab es wieder ein Theaterstück, das gleich ein Riesenerfolg wurde. Es stellte sich aber Ärger mit dem Sportverein ein, sodass sich die Theaterleute entschlossen, einen eigenen Verein zu gründen. Unterstützt wurden sie dabei von Vereinswirt Kurt Intemann. Später kippte man dann den 1. Weihnachtstag als Termin, man ging nun immer Anfang Januar auf die Bühne – ohne anschließende Tanzveranstaltung. Dafür bietet man seit einigen Jahren erfolgreich Frühstückstheater und Theater mit Kaffee und Kuchen an.

Einige Jahre ging Völk'ser Platt sogar quasi auf Tournee. Es gab Gastspiele in Holtum/Geest, Walle, Posthausen, Moordeich und Wiendorf.

Es gab aber auch Ausflüge. Gleich die erste Fahrt führte nach Paris, es wurde ein unvergessliches Erlebnis, so Reinhard Körte. Man fuhr aber auch nach Wien, Prag, Budapest, Saumur, Danzig, Freiburg und München.

Nur zu gut ist Reinhard Körte das Gespräch mit den Betreibern des Gasthauses „Zur Post“ am 6. März 2013 im Gedächtnis. Auch dieses Gasthaus würde den Betrieb einstellen, so die Nachricht, lediglich 2014 war noch eine Aufführung im Saal möglich.

Davon hörte auch der Heimatverein Walle, Friedel Plenge nahm mit den Völkersern Kontakt auf – und bot Theateraufführungen im Waller Heimathaus an. 2015 fand die erste Aufführung in Walle statt und es wurde gleich ein Bombenerfolg. Seitdem arbeitet man sehr harmonisch zusammen. Reinhard Körte: „Die Chemie stimmt.“

In den vergangenen 40 Jahren hatte der Verein nur vier Vorsitzende: Von 1978 bis 1984 und dann wieder seit 2008 Reinhard Körte, von 1984 bis 2000 Erhard Kettenburg, sowie von 2000 bis 2002 Heinz-Christian Wilkens, anschließend bis 2008 Jörg Meyer. Ilse Meinken war 16 Jahre Kassenwartin, Petra Rehbock-Galensa übernahm den Posten und ist jetzt 22 Jahre im Amt. Ilse Meinken ist auch schon seit 2004 Schriftwartin, also 14 Jahre. Jörg Meyer arbeitet seit unglaublichen 34 Jahren im Vorstand, gefolgt von Ilse Meinken mit bisher 30 Jahren, Petra Rehbock-Galensa mit fast 23 Jahren und Erhard Kettenburg mit 22 Jahren.

Für den Waller Heimatverein gratulierte dessen Vorsitzender Herbert Meyer-Bolte. Er erinnerte sich daran, dass die Völk'ser ihren Ort nur widerwillig verlassen hatten, aber in Walle gut aufgenommen wurden. Am 28. Januar 2015 ging dort die erste Vorstellung über die Bühne, die Karten waren vorweg im Nu ausverkauft. „Es wurde ein anderes Publikum erschlossen“, meinte Meyer-Bolte.

Während des anschließenden Essens kam dann auch Günter Gräbner, Vorsitzende des Landesverbands Bremer Amateurtheater, um zu gratulieren, und zwar direkt vom Landesverbandstag, der in just in seinem Amt bestätigt hatte.

hu

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