Marianne Schmidt und Holger Flömer mit großer Ehrung überrascht

Völkerser Vereinshelden: Immer mittendrin

Überraschung für die Vereinshelden des TSV Völkersen (v.li.): Ralf Ginnow (Kreissportbund), Andreas Noltemeyer, Marianne Schmidt, Holger Flömer und Wilfried Atzpodien.
+
Überraschung für die Vereinshelden des TSV Völkersen (v.li.): Ralf Ginnow (Kreissportbund), Andreas Noltemeyer, Marianne Schmidt, Holger Flömer und Wilfried Atzpodien.

Völkersen – Aus Völkersen kommen nicht nur der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt und der Langwedeler Bürgermeister Andreas Brandt, aus Völkersen kommen auch zwei neue Vereinshelden. Vor einigen Jahren hatte der Landessportbund Niedersachsen (LSB) das Projekt „Ehrenamt überrascht“ ins Leben gerufen. Damit will der LSB nach eigenem Bekunden mehr Anerkennung für freiwillig und ehrenamtlich Engagierte zeigen und schaffen – und diese Botschaft natürlich breit an viele Menschen vermitteln.

Da hatte Wilfried Atzpodien, der Turnwart des TSV „Eintracht“ Völkersen, die Idee, zwei besonders engagierte Vereinsmitglieder mit dieser Ehrung auszuzeichnen. So kam, kurz bevor die Sportlerinnen zum Training in die Halle wollten, der für die Vereinsentwicklung im Kreissportbund Verantwortliche Ralf Ginnow nach Völkersen, um Teil dieser Überraschung zu werden.

Die Laudatio auf die Völkerser Vereinshelden hielt Ortsbürgermeister Andreas Noltemeyer. Zunächst wandte er sich an Marianne Schmidt. „Eigentlich wollte ich es ja spannend machen, aber bei der ersten Zahl, die ich gleich erwähne, wissen doch schon alle Bescheid: 50 Jahre Übungsleiterin. Sie hat zu einer Zeit angefangen, als die Rahmenbedingungen ganz andere waren. Es wurde in der Schule geturnt. An eine eigene Sporthalle war längst nicht zu denken.“

Marianne Schmidt, inzwischen 82 Jahre alt, ist noch immer aktiv in der Seniorensportgruppe dabei, wenn auch nicht mehr als Übungsleiterin. Dieses hat Stefanie Hartgen übernommen. „Das Alter sieht man ihr keinesfalls an“, so Noltemeyer. Marianne Schmidt hält sich permanent fit, mehrmals neben den Turngruppen auch zu Hause. „Wenn jemand eine derartige Ehrung verdient hat, dann ist es Marianne Schmidt.“ Noltemeyer nannte sie einen der Eckpfeiler der Turnabteilung. „Ohne Menschen wie sie würde der TSV nicht der Verein sein, der er ist. Wir alle bedanken uns bei dir für deine Leistung und dein Engagement – möge es noch möglichst lange weitergehen.“

Eigentlich hätte ja Holger Flömer als Vorsitzender des TSV Völkersen die Laudatio halten müssen, aber er stand selbst mit im Rampenlicht, auch er wurde als Vereinsheld ausgezeichnet.

Als Nachfolger von Hans-Dieter Meyer, der das Amt 18 Monate zuvor von Werner Mackowiak übernommen hatte, war Holger Flömer 1996 zum Vorsitzenden gewählt worden. Wer nicht in Völkersen geboren sei, habe es erfahrungsgemäß schwer, in die Dorfgemeinschaft zu kommen, meinte Noltemeyer. „Jetzt steht er seit vielen Jahren mittendrin“, befand Andreas Noltemeyer.

In den vergangenen 25 Jahren war Flömer als Vorsitzender maßgeblich am Bau des zweiten Sportplatzes beteiligt, der als Ersatz für den Platz im Mühlenreith benötigt wurde. Sei es die Schaffung der Geschäftsstelle, die Renovierung des Sporthauses, die Installation einer Solaranlage oder der neuen Heizung – Holger Flömer war immer mittendrin. Auch die Schaffung neuer Sportangebote gehört zu seinen Leistungen.

2011 wurde ein neuer Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Langwedeler Sportvereine (ALS) gesucht. Holger Flömer übernahm. Sein erster Ausspruch damals: „Ich habe Lust am Vereinsleben.“ Und das hat er immer noch.

„Ohne Völkersen geht es im Flecken Langwedel nicht“, stellte Andreas Noltemeyer fest, denn auch die Pokalvereinigung „Alte Aller“ wird von einem Völkerser geleitet: Uwe Konow.

Bedauernd fügte Noltemeyer hinzu: „Nun hat Holger beschlossen, dass nach 25 Jahren Schluss sein soll. Nimmt man aber Marianne Schmidt als Maßstab, dann ist noch viel Luft nach oben.“ Für den Verein und den Ort wäre es ein großer Verlust, wenn Flömer den Vorsitz aufgibt, stellte Noltemeyer fest. „Nachfolger wachsen nun nicht gerade auf den Bäumen.“ Er schloss mit den Worten: „Ich bin gern bereit, auch bei deiner nächsten Ehrung die Rede zu halten.“  whu

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Meistgelesene Artikel

Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet

Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet

Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet
Ueser Kreuzung wird umgebaut – doch für einen Kreisel reicht es nicht

Ueser Kreuzung wird umgebaut – doch für einen Kreisel reicht es nicht

Ueser Kreuzung wird umgebaut – doch für einen Kreisel reicht es nicht
Feuerwehr holt Reh aus Regenrückhaltebecken

Feuerwehr holt Reh aus Regenrückhaltebecken

Feuerwehr holt Reh aus Regenrückhaltebecken
Jahrelange Versäumnisse: Gewerkschaft attackiert Gastronomen in Verden

Jahrelange Versäumnisse: Gewerkschaft attackiert Gastronomen in Verden

Jahrelange Versäumnisse: Gewerkschaft attackiert Gastronomen in Verden

Kommentare