Völkerser und Holtebütteler starten Müllsammelaktion / 60 Schulkinder dabei

„Wir waren erschreckt, was alles weggeschmissen wird“

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Ganz kräftig engagiert haben sich bei der Völkerser und Holtebütteler Müllsammelaktion längs der Hauptstraßen die jungen Leute – und die mussten manchmal richtig ekelige Sachen aus der Natur fischen.

Völkersen/Holtebüttel - Schönes Frühlingswetter, da macht das Aufräumen in der Natur schon eher Spaß. Die Holtebütteler und Völkerser Dorfgemeinschaften trafen sich am Sonnabend zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion, zu der die beiden Ortsbürgermeister Heiko Haase und Andreas Noltemeyer aufgerufen hatten.

Durch Unterstützung des „Freundeskreises Grundschule Völkersen“ waren auch etwa 60 Schulkinder und ihre Eltern dabei. „Die Hälfte der Schulkinder der Grundschule Völkersen, vor allem die Drittklässler, haben mitgemacht“, stellte stolz die Schulleiterin Angelika Bernstein-Janßen fest.

Start für die Aktion war auf dem Schulhof der Grundschule Völkersen und am Feuerwehrhaus in Holtebüttel. , stellte Bürgermeister Andreas Brandt fest, der mit Ehefrau Wibke und den beiden Söhnen Niklas und Florenz zu den eifrigen Sammlern gehörte. Beteiligt waren auch die örtlichen Vereine.

„Bei einigen Stellen so sah es aus, als ob der Müll am Vorabend entsorgt wurde“, beklagten sich die Müllsammler. Besonders schlimm sah es auf dem Parkplatz an der Landesstraße in Richtung Allerdorf aus. Dort fanden vor allem die Kinder in die Landschaft geschmissene gebrauchte Windeln und benutztes Toilettenpapier, schlicht ekelig. Zwar fehlte es auf dem Parkplatz an einem Abfallkorb, doch könne das doch wohl kein Argument dafür sein, den Müll einfach in die Landschaft zu schmeißen, so ein konsternierter Bürgermeister Brandt, der dafür sorgen will, dass das Ordnungsamt diese Stellen in Zukunft besonders beobachten wird.

„Innerhalb der Wohnbebauung sah es noch ganz gut aus, aber außerhalb war dann viel Müll zu finden“, berichteten die beiden Ortsbürgermeister Heiko Haase und Andreas Noltemeyer. „McDonald und Burger King lassen grüßen.“

,,Am besten ist der Müll, der gar nicht entsteht“, findet Noltemeyer. Aber leider denkt nicht jeder so. Zur leidvollen Erfahrung der Völkerser und Holtebütteler fanden sich an der Fastfood-Einflugschneise zwischen Posthausen und Dauelsen reichlich weggeworfene Verpackungen von bekannten Burgerbratern aber auch diverse Zigarettenschachteln – mutmaßlich von gedankenlosen Zeitgenossen einfach aus dem Auto geworfen.

Heino Meyer aus Holtebüttel fand viel Wohlstandsmüll sowie alte Fahrräder und Radkappen. Besonders eklig war auch in beiden Ortschaften, dass Hundebesitzer zwar den Kot ihrer Tiere aufgesammelt hatten – aber die gefüllten Beutel dann einfach in die Landschaft schmissen. Dafür hatten vor allem die Schulkinder kein Verständnis, berichtete Angelika Bernstein-Janßen.

In Völkersen waren fünf Fahrzeuge unterwegs, in Holtebüttel ein Treckergespann, die in alle Himmelsrichtungen ausschwärmten.

Holtebütteler und Völkersen trafen sich nach getaner Arbeit auf dem Schulhof in Völkersen, wo die Feuerwehren der Ortschaften zu Bratwurst, Bier und anderen Getränken einluden.

Der Müll war inzwischen in den von der Firma Veolia zur Verfügung gestellten Containern gelandet.

hu

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