Hirschgeweih in Drahtgeflecht

Viel Arbeit an „Fastfood-Einflugschneise“

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Am Ende der Sammelaktion in Holtebüttel und Völkersen war ein Container voll Abfall zusammengekommen. Immerhin etwas weniger als in den Vorjahren, wussten „Müllexperten“.

Völkersen/Holtebüttel - Nieselregen – das schreckte keinen der vielen Freiwilligen ab, die heimische Landschaft aufzuräumen. Die Holtebütteler und Völkerser Dorfgemeinschaften trafen sich am Sonnabend vor den jeweiligen Feuerwehrhäusern zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion.

Dazu aufgerufen hatten die beiden Ortsbürgermeister Heiko Haase beziehungsweise Andreas Noltemeyer. Weil der „Freundeskreis Grundschule Völkersen“ die Aktion unterstützte, waren auch zahlreiche Schulkinder und ihre Eltern dabei, aber auch die Ortsfeuerwehren aus Holtebüttel und Völkersen sowie die örtlichen Vereine.

„Erschreckt, was alles weggeworfen wird“

Alle Helferinnen und Helfer, die mit vereinten Kräften zu Werke gingen, trafen sich nach drei Stunden harter Arbeit vor dem Feuerwehrhaus in Völkersen wieder, wo die Feuerwehren der beiden Ortschaften die Aktivisten zu Bratwurst, Bier und anderen Getränken einluden. Der Müll war inzwischen in dem von der Firma Veolia zur Verfügung gestellten großen Container gelandet.

Und wie ist die Bilanz dieser Sammelaktion? „Wir waren schon erschreckt, was alles weggeworfen wird“, stellten die Ortsbürgermeister Andreas Noltemeyer und Heiko Haase fest. Einen ganz gruseligen Fund machten die Müllsammler an der Rotenburger Straße. In einem Drahtgeflecht hatte sich ein Hirschgeweih verwickelt, das Geweih selbst war mit roher Gewalt gebrochen worden. Nicht auszudenken, wie das Tier zu Tode kam.

Gedankenlose Zeitgenossen im Auto sind ein Problem

An einigen Stellen im Sammelgebiet sah es so aus, als ob der Müll am Vorabend entsorgt worden wäre. Insgesamt fiel die eingesammelte Menge aber kleiner als in den Vorjahren aus. „Dieses führen wir auf unsere jährliche Müllsammelaktion zurück“, so Völkersens Ortsrätin Petra Henke und Haberlohs Ortsvorsteherin Bijanka Müller.

In Völkersen wurde eine große gelbe Tonne gefunden. Besonders viel Müll lag wieder an der Landstraße nach Allerdorf, obwohl auf dem dortigen Parkplatz ein geräumiger Abfallbehälter steht. „Innerhalb der Wohnbebauung sah es ganz gut aus, aber außerhalb war dann viel Müll zu finden, darunter viele Reifen“, resümierten die beiden Ortsbürgermeister. „Am besten ist der Müll, der gar nicht entsteht“, merkte Andreas Noltemeyer an.

Aber so denkt nicht jeder. Zur leidvollen Erfahrung der Völkerser und Holtebütteler fanden sich an der „Fastfood-Einflugschneise“ zwischen Posthausen und Dauelsen reichlich weggeworfene Verpackungen vom bekannten Burgerbrater, aber auch diverse Zigarettenschachteln, mutmaßlich von gedankenlosen Zeitgenossen einfach aus dem Auto geworfen.

hu

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