Einsatz für verwundete oder getötete Bundeswehrangehörige und deren Familien

Langwedel: Veteranen gegen das Vergessen

Vor dem coronaconformen Aufbruch zeigten die Veteranen (v.li.) Stefan Prangenberg, Jens Diederich, Torsten Schäfer und Dirk Röse .
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Vor dem coronaconformen Aufbruch zeigten die Veteranen Flagge (v.li.) Stefan Prangenberg, Jens Diederich, Torsten Schäfer und Dirk Röse.

Langwedel – Insgesamt 3457 Reservisten und Veteranen gingen am Karfreitag und am Ostersamstag deutschlandweit auf einen elf Kilometer lange Marschstrecke, mit dabei: elf Kilo Gepäck. Für die Veranstalter war es ein „Marsch gegen das Vergessen“, zum Gedenken an die drei Toten und acht verletzten deutschen Soldaten nach Gefechten der Bundeswehr bei Isa Khel in der Provinz Kundus Afghanistan mit radikal-islamistischen Taliban vor elf Jahren.

Mittlerweile wird dieser Marsch alljährlich organisiert und dabei Spenden für die Hinterbliebenen von getöteten Soldaten und für soziale Einrichtungen gesammelt.

Auch in Langwedel gab es eine Gruppe, die sich auf ihren Weg gegen das Vergessen machte. Dabei waren der Hauptfeldwebel außer Dienst (a.D.) Jens Diederich vom Führungsunterstützungsregiment 11, Hauptfeldwebel a.D. Torsten Schäfer vom Transportbataillon 11, Stabsunteroffizier Dirk Röse vom Fernmelderegiment 11 und der Stabsunteroffizier a.D. Stefan Prangenberg, ebenfalls vom Transportbataillon 11. Diese vier ehemaligen Soldaten waren selbst in den Auslandseinsätzen in Afghanistan, Kroatin (IFOR / NATO-Einsatz „Implementation Force“) und in Bosnien (SFOR / Stabilisierungsstreitkräfte – multilaterale UN Friedenstruppe).

Die Marschgruppen wurden coronabedingt jeweils bewusst klein gehalten. Zuvor hatten sich die Mitglieder der Langwedeler Gruppe noch in einer Videokonferenz kurzgeschlossen, ob und unter welchen Bedingungen man den Marsch in diesem Jahr überhaupt machen könnte.

Die Strecke führte in unserem Fall vom Spiridonstein in Daverden durch die Eisseler Marsch in Richtung Hagen-Grinden, über Etelsen und Baden zurück nach Daverden. Insgesamt waren es 13 Kilometer.

Der diesjährige Marsch der Veteranen Germany hatte auch den Namen „11K3-Marsch“.

„In Gedenken an Hauptmann Nils Bruns, den Stabsgefreiten Robert Hartert, den Hauptgefreiten Martin Augustyniak und an alle, die im Einsatz getötet oder seitdem verwundet worden“, erklärte Stefan Prangenberg.

Die vor elf Jahren gefallenen und verletzten Soldaten kamen überwiegend vom Fallschirmbataillon 373, Standort Seedorf im Landkreis Rotenburg. US-Truppen mit den Hubschraubern vom Typ Black Hawk flogen die Soldaten damals aus dem Kampfgebiet aus.

Verschiedene Reservistenverbände beteiligen sich jedes Jahr an Aktionen. Die Langwedeler Reservisten sowie die genannten vier Veteranen haben bereits den „Wald der Erinnerung“ der Bundeswehr bei Potsdam und das Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin (am Sitz des Bundesverteidigungsministeriums) mehrmals besucht.

Die vier Kameraden, die in Langwedel starten, waren Mitglieder der „Veteranen Germany“, gegründet von Rüdiger Schnaugst. Diese auch Motorrad fahrenden Veteranen sind kein Verein, können daher auch selbst keine Spendenquittungen ausstellen. Unterstützt wurden die Marschierer vom „Café Viereck“ in Berlin, Initiator der ganzen Veranstaltung ist „Natovet“. Gespendet wurde in diesem Jahr an den Förderverein zur Unterstützung der Arbeit mit Versehrten (www.fuav.de).

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