Die Verwalter eines Lebenswerks

Was machen die ehrenamtlichen Mitglieder des Waldheim-Kuratoriums?

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Dr. Manfred Gangkofer, Wilfried Bendul und Dr. Detlef Heise (v.li.) mit dem Porträt von „Tante Lene“, der Gründerin des Waldheims, Helene Grulke.

Cluvenhagen – Vor 50 Jahren wurde aus der mildtätigen und 1932 eröffneten Einrichtung „Haus der Barmherzigkeit“ die rechtsfähige Stiftung Waldheim Cluvenhagen. Die Gründerin, Helene Grulke, überließ ihr Lebenswerk in Form einer gemeinnützigen Stiftung „mit dem einzigen Ziel, das alles in ihrem Sinne und wie gewohnt weitergeführt werde zum Wohle ihrer Pfleglinge“, vermerkt die Waldheim-Chronik

1969 verzeichnet man 212 Bewohner und 19 Mitarbeiter. Heute ist die Stiftung Waldheim eine moderne Organisation mit verschiedenen Wohnstätten, vielen Beratungs- und Begegnungsstätten sowie einem breiten ambulanten und stationärem Angebot für Menschen mit einer vorwiegend geistigen Beeinträchtigung. Mit derzeit 593 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sie der größte Arbeitgeber im Flecken Langwedel.

Damals wie heute sind es Experten aus verschiedenen Fachrichtungen, die als Kuratoriumsmitglieder der Stiftung ehrenamtlich eingesetzt sind. Drei von ihnen sind 2019 auch schon zehn Jahre dabei: Wilfried Bendul, Dr. Manfred Gangkofer und Dr. Detlef Heise.

Insgesamt besteht das Kuratorium der Stiftung Waldheim aus derzeit sieben ehrenamtlich tätigen Mitgliedern, dessen Vorsitzender Gerhard Willers ist. Ehrenkurator und Gründungsmitglied aus ersten Tagen ist Fritz Endrussat. Mit großer Pflichterfüllung und Verantwortung übernahm der Achimer schon vor der Stiftungsgründung wichtige Aufgaben.

Gemeinsam mit Bodo Huxoll, dem langjährigen Leiter einer Achimer Bankfiliale, machte sich Fritz Endrussat, hauptberuflich Steuerberater, stark für die „Pfleglinge von Helene Grulke“, die am Rande der Gesellschaft standen. Beide kämpften für deren Eingliederung und setzten sich dafür mit Staat, Gesellschaft, Politik und Verbänden engagiert auseinander.

Aber was macht so ein Kuratorium denn nun überhaupt. „Bis zum heutigen Tag wacht das Kuratorium in Funktion eines Aufsichtsrates über die Geschicke der Stiftung Waldheim. Gemeinsam mit den beiden Vorständen Dieter Haase und Carl-Georg Issing definiert es Ziele und Perspektiven für die Zukunft“, so Katharina Englisch, Sprecherin der Waldheim-Gruppe. Das Kuratorium repräsentiere die Gruppe in Politik- und Wirtschaftskreisen, unterhalte Kontaktpflege zu Meinungsbildnern und potenziellen Mentoren.

Öha. Das klingt jetzt aber mächtig wichtig. Ist es ja auch, die Kuratoriumsmitglieder bemühen sich eben um Unterstützer für das Waldheim und seine Bewohner.

„Gleichzeitig nimmt dieses Gremium die Gesellschafterrechte in den gemeinnützigen Gesellschaften Waldheim Werkstätten und Albertushof wahr“, fügt Englisch noch an.

Dem Kuratorium gehören aktuell an: Gerhard Willers (seit dem Jahr 2000), Karsten Endrussat (seit 2002), Wilfried Bendul (seit 2009), Dr. Manfred Gangkofer (seit 2009), Dr. Detlef Heise (seit 2009), Detlev Herrmann (seit 2012) und nicht zuletzt Andrea Gocek (seit 2018).  jpw

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