Verein „Rumänische Findelhunde“ will helfen und feiert am Sonnabend in Daverden Sommerfest

Wer das Elend sieht...

Am Sonnabend treffen sich in Daverden die Mitglieder des Vereins „Rumänische Findelhunde“ zm Sommerfest, dass ein Fest für den Tierschutz werden soll. - Archiv-Foto: Bruns

Daverden - Der Verein „Rumänische Findelhunde“ feiert am Sonnabend, 18. Juni, von 11 bis 18 Uhr in Daverden, Am Holdorf 6, ein Sommerfest und lädt alle Hundefreunde dazu ein. „Es ein Fest für den Tierschutz und damit sind auch die Hunde willkommen“, sagt Gaby Dziuballe aus dem Vereinsvorstand.

Im vergangenen Jahr war der Verein noch unter dem Namen „Tierhilfe International Bremen“ aktiv und feierte erstmalig ein Sommerfest im Garten der Daverdenerin und ihres Lebensgefährten Rolf Kleemann. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Etliche Zwei- und Vierbeiner wurden begrüßt, darunter viele Tierhalter, die in der Vergangenheit einen Hund über sie vermittelt bekommen haben.

Danach gab es einen Wechsel im Vorstand. Kleemann ist neuer erster Vorsitzender und Dziuballe Kassenwartin.

Früher sei als Organisation Tierschutzarbeit geleistet worden, künftig als eingetragener Verein, erklärt die Daverdenerin. In dem Zuge habe man den Namen geändert. Die Vereinsgründung sei im Januar durch elf Personen erfolgt. Vergangene Woche ist die Eintragung im Vereinsregister abgeschlossen worden. Jetzt fehle nur noch die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

In Zusammenarbeit mit zwei rumänischen Tierschützerinnen bewahren sie Straßenhunde vor dem Schicksal Tötungsstation. Es fallen Kosten für das eventuelle Freikaufen der Hunde, Kosten für die tierärztlichen Untersuchungen, Entwurmen, Chippen, Impfen, Kastration und den Transport an. Deshalb werden Vermittlungsgebühren in Höhe von 325 Euro je Hund erhoben.

Viele Kritiker sagen, dass man Auslandshunde nicht nach Deutschland holen sollte, weil es hier genügend Hunde gibt und Krankheiten eingeschleppt würden. „Alle Hunde werden vor der Einreise nochmals untersucht“, hält Gaby Dziuballe dagegen, und wenn man das Elend selbst gesehen hat, könne man nicht anders als zu helfen. „Über Ostern waren wir in Rumänien und haben mindestens zehn tote Hunde am Straßenrand liegen sehen“, berichtet sie. Die rund acht Monate alte Hündin Candy stammt aus Rumänien und soll vermittelt werden. Rasse? „Lirustra“, sagt die Tierschützerin. „Lieber rumänischer Straßenhund.“

Alle arbeiten ehrenamtlich, betont sie und weitere Helfer seien herzlich willkommen. Insbesondere Pflegestellen werden gesucht, wo die Hunde nach dem Transport untergebracht werden können, bis sich ein schönes Zuhause gefunden hat. „Das ist eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe“, betont Dziuballe. Aber auch darüber hinaus sind Helfer immer willkommen.

Am Sonnabend will das „RuFi“-Team über seine Arbeit informieren und Hundefreunde zusammenbringen. Die Firma Wolters komme mit ihrem Outlet, Vorführungen einer Hundesportgruppe aus Hoya und eine Tombola seien unter anderem geplant. Die gesamten Erlöse aus dem Verkauf von Getränken, Grillwürsten und Kuchen sind für einen guten Zweck gedacht. Sorgen machen sich die Gastgeber nur wegen des Wetters und dass die Kuchenspenden nicht reichen könnten. Deshalb sind sie für Anmeldungen unter info@rumaenische-findelhunde.de dankbar, diese sind aber nicht zwingend erforderlich. J wb

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