Vater der rundum renovierten Windmühle zum Dorfvereins-Ehrenvorsitzenden ernannt / Besonders auf Kinder setzt er große Hoffnungen

„Heinrich Struckmann ist für unser Etelsen sehr wichtig“

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Gruppenbild mit Mühle: Die Klassen 3b und 3c der Langwedeler Grundschule umrahmen den Dorfvereinsvorsitzenden Willem Wildschut, Ehrenmitglied Heinrich Struckmann und Müller Robert Nannen (hinten, von links).

Etelsen - „Ohne Heinrich Struckmann hätte es diesen Tag wohl nicht gegeben. „Er ist wichtig für uns im Dorf - er brachte die Mühle mit viel Eigenleistung und Unterstützung von Bürgern und Sponsoren in Schuss“, würdigte ihn Willem Wildschut, Vorsitzender des Dorfvereins Etelsen-Cluvenhagen-Hagen-Grinden.

Grund genug, das Etelser Urgestein zum Ehrenmitglied zu ernennen. In würdigem Rahmen – vor „Jan Wind“ und umringt von vielen Kindern – überreichten Wildschut und Müller Robert Nannen Urkunde und Blumenstrauß.

Der Zeitpunkt dafür hätte nicht besser sein können: Langwedeler Grundschüler kamen nämlich gerade zur Führung durch die Mühle. Der Weg vom Korn zum Brot stand auf dem Stundenplan.

„Kinder liegen Heinrich Struckmann besonders am Herzen. Der Müller führte mehr als 100 Grundschüler aus dem Flecken Langwedel jährlich durch das historische Gebäude“, sagte Nannen.

„Ihr seid diejenigen, die jetzt die Mühle kennen lernen und sie in Zukunft in Ordnung haltet“, mahnte der Geehrte.

Bereits Ende Juni hatten Wildschut und Nannen Struckmann vorgeschlagen, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen. „Er nahm es dankbar an“, erzählte Wildschut.

Nannen blickte zurück: „Schon als Kind hatte Heinrich Struckmann oft die Mühle besucht und darin gespielt - wohnte er doch in der Nachbarschaft. In den 60er und 80er Jahren beobachtete er mit Sorge den Verfall des Gebäudes. Anfang der 90er schließlich trat er unter dem Dach des Dorfvereins als Architekt an, um die Mühle zu erhalten.“

Das Konzept zur Renovierung samt Finanzierung hatte Struckmann maßgeblich entworfen und von 1991 an umgesetzt.

„Mit 30 ‚Bausteinen' des Fördervereins und viel Klinkenputzen in Politik, Wirtschaft und bei Spendern brachte er die Mühle auf Vordermann. Privat bat er seine Gäste um Spenden statt um Geschenke, beispielsweise, um eine neue Treppe zum Mehlboden zu bestellen“, so Nannen weiter.

Am 1. Mai 1994 wurde „Jan Wind“ in der Renovierungsphase der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Besucher kennen Struckmann seit dem Start der Mühlentage drei Jahre später als Müller.

Den Job hat inzwischen Robert Nannen übernommen. Wildschut ist zufrieden: „Die Aufgabe ist in engagierte und talentierte Hände gekommen.“

Der Müller erklärte den Drittklässlern, wie aus Korn Brot entsteht. Die Mädchen und Jungen rieten Getreidesorten, ließen sich die unterschiedlichen Körner durch die kleinen Finger rieseln, probierten Mehl und blickten von der Galerie aus über Etelsen.

Struckmann jedoch denkt nicht ans Aufhören - er ist weiter beratendes Mitglied im Dorfverein. „Ich habe Kostenvoranschläge für die Putzarbeiten eingeholt“, informierte er den Vorsitzenden. Der Putz soll ausgetauscht werden.

Willem Wildschut ist dankbar: „Heinrich Struckmann spielt im Verein eine wichtige Rolle.“

is

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