Verein für Kultur und Geschichte

Unterstützung aus den USA für das Daverdener Küsterhaus

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Ulrich Mattfeldt, Volker Müller, Hinrich Bischof, Theda Henken und Roger Lindhorst kümmern sich um Spenden für die Sanierung des alten Küsterhauses in Daverden. 

Daverden - Die Unterstützung für den Erhalt des Daverdener Küsterhauses zieht immer weitere Kreise. Genau genommen, Kreise bis nach Cincinnati, Ohio. Ja, das in den USA. Von dort erreichte den Verein für Kultur und Geschichte Daverden nämlich ein begeisterter Brief von Jon Hollmann, der im Jahr 2011 schon einmal zusammen mit seiner Ehefrau Carole hier in Daverden gewesen war, um etwas über deren Ahnen in Erfahrung zu bringen.

Carole und Jon Hollmann sind beide deutscher Abstammung und interessierten sich schon lange für ihre Wurzeln. Jons Großvater Friedrich, so viel wussten sie, war im Jahr 1874 in die USA eingewandert und hatte sich in Ohio niedergelassen, wo die Hollmanns heute noch leben.

Die persönlichen Unterlagen des Großvaters waren jedoch in der verheerenden Flut des Ohio Rivers im Jahr 1937 verloren gegangen. So versuchten die Hollmanns es über die Einwanderungslisten in Castle Garden (Einwanderungszentrum in New York), mussten jedoch feststellen, dass die fraglichen Unterlagen bei einem Brand 1876 zerstört worden waren. Auch eine Spur nach Bremen führte ins Leere.

Was also tun? Jon Hollmann hatte nicht viel in der Hand. Lediglich den Vornamen seines Großvaters und das Wissen, dass dieser am 27. November 1840 in einem Ort namens Daverden geheiratet hatte. Es folgten einige Recherchen und schließlich ein kleiner Hoffnungsschimmer, als er den Verein für Kultur und Geschichte in Daverden ausfindig machte. Es folgte eine Mail an den damaligen Vorsitzenden Hinrich Bischoff, der zu einem Besuch der Hollmanns in Daverden führte. Seither fühlen sich die Amerikaner dem kleinen Örtchen über die Maße verbunden und haben den Kontakt gehalten.

Sehr zufrieden mit der Spendenaktion 

Deshalb war es für Jon und Carole Hollmann auch so wichtig, einen offenen Brief an den Verein für Kultur und Geschichte zu richten, als sie von der Sanierung und Rettung des alten Küsterhauses erfuhren. In diesem Brief betonen sie die überaus wichtige Aufgabe, die der Verein auf sich genommen hat, um das Gebäude zu erhalten und zu neuem Leben zu erwecken, das viele im Ort noch als die alte Schule erlebt haben. Die Zeilen Hollmanns sind leidenschaftlich und eindringlich. Der Leser spürt, wie bedeutend die Arbeit des Vereins für Kultur und Geschichte dem Briefschreiber ist, die sich schon bald in den Mauern des alten Küsterhauses widerspiegeln wird.

So stellt sich die Frage, wie es denn eigentlich mit der Spendenaktion zur Rettung des Küsterhauses vorangeht. „Wir sind sehr zufrieden“, lautet die Antwort Hinrich Bischoffs auf Nachfrage. „Bisher haben uns weit über 100 Mitglieder, Freunde und Geschäftsleute mit Spenden unterstützt.“ Außerdem, so erklärt Bischoff weiter, stehen nun auch die kommunalpolitischen Gremien wie der Ortsrat und der Ausschuss für Kultur und Umwelt hinter dem Vorhaben. Es geht also voran. „Wir sind mit der Spendenaktion auf der Zielgeraden, müssen aber auch noch mal richtig Gas geben und weiter auf Unterstützung hoffen“, so Bischoff.

Also heißt es weitermachen, Spenden sammeln und in den Bemühungen nicht nachlassen. Schließlich haben am Ende alle etwas davon, wenn das Küsterhaus in neuem Glanz erstrahlt. Und bestimmt gibt’s dann mal einen Besuch von den Hollmanns aus Cincinnati. So begeistert wie die beiden sind, warten sie wohl nur darauf, das alte Haus in neuer Pracht erleben zu können.  

 pma

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