„Unterschiedliche Charaktere – und so malen wir auch“

Gruppe Klatschmohn stellt im ehemaligen Mausoleum im Etelser Schlosspark aus

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Karina Matos Appolt, Dietlinde Aucamp, Heli Fokke, Simone Briaire-Schulz, Jutta Holtappels und Helga Jensen (v. li.) gehören zur Zeichengruppe Klatschmohn und stellen ihre Werke derzeit im Etelser Mausoleum aus. 

Etelsen - Von Inka Sommerfeld. Bunte Blumen im Mausoleum, liebliche Landschaften und possierliche Tierchen – mit „Gartengeheimnissen“ eröffnete der Schlossparkverein Etelsen jetzt seine erste Ausstellung der Saison. Die Geheimnisse lüfteten die sieben Mitglieder der örtlichen Zeichengruppe Klatschmohn.

„Endlich haben wir es einmal geschafft, die Zeichengruppe zu Besuch zu haben, wenn der Mohn blüht“, begrüßte Dr. Ulrike Möller vom Schlossparkverein in Anspielung auf den Namen der Gruppe die Künstlerinnen und ihre Gäste. Zum zweiten Mal stellt die Gruppe im ehemaligen Mausoleum aus, bei ihrer Premiere vor einigen Jahren herrschte kühles Regenwetter, von Mohnblüte keine Spur.

„Die Künstlerinnen sind gute Bekannte, sie malen seit vielen Jahren in wechselnder Besetzung, und das spiegelt sich in verschiedenen Maltechniken“, stellte Möller die Zeichengruppe vor und ergänzte: „Man findet alle ihre Motive in und um Etelsen – und wenn man in den Wald geht.“

Simone Briaire-Schulz, die die Gruppe 1999 gründete und seitdem begleitet, freute sich, wieder im Mausoleum auszustellen. „Wir sind unterschiedliche Charaktere, und so malen und zeichnen wir auch“, sagte sie. In gemütlicher Runde am Montagabend und mit großem Spaß am Hobby. Das ist den Bildern anzusehen – egal, ob naturgetreu oder abstrakt, ob Detail oder Totale.

Von Heli Fokke sind zarte Schmetterlinge in Mischtechnik zu sehen, von Jutta Holtappels filigran gemalte Blüten in Aquarell und Acryl, außerdem eine Teilkopie von Franz Marcs „Tierschicksal“. Bis ins Detail ausgearbeitet sind die Blumen und Blüten aus dem Garten, die Helga Jensen mit Blei- und Buntstift aufs Papier brachte. Simone Briaire-Schulz steuert außer farbenprächtigen Blüten einige Acrylbilder von Gartenbesuchern – Libelle, Eidechse und Spatz – bei. Sigrid Schlottmann fertigte eine Collage mit Blättern und mehr aus dem Garten und bannte einen Tanzreigen mit Acrylfarben auf die Leinwand.

Experimentell geht es bei Dietlinde Aucamp zu: Mit Acryl und Filzstift führt sie Betrachtern verschiedene An- und Einsichten von Bäumen und einem Apfel vor Augen. Dann ist da noch Karina Matos Appolt, die lediglich ein Ölgemälde präsentiert: die Ansicht des Paradieses. Ein Bild, das sicher noch einige Wochen lang im ehemaligen Mausoleum im Etelser Schosspark zu sehen sein wird – die Etelserin bestreitet die folgende Ausstellung.

Doch am Sonntag, 3. Juni, sind noch einmal die „Gartengeheimnisse“ der Zeichengruppe Klatschmohn zu bewundern.

Dafür ist das ehemalige Mausoleum im Etelser Schlosspark in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Künstlerinnen stehen für Fragen zur Verfügung.

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