Straßensanierung: Weiträumig-umfahren-Schilder machen Kaufleuten zu schaffen

Langwedel: „Unsere Geschäfte sind alle offen“

Zu Hauptverkehrszeiten kann es schon einmal zu Autoschlangen, besonders in Richtung Verden, vor einer der Wanderbaustellen kommen. Aber nach kurzer Zeit hat sich die Sache wieder erledigt.
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Zu Hauptverkehrszeiten kann es schon einmal zu Autoschlangen, besonders in Richtung Verden, vor einer der Wanderbaustellen kommen. Aber nach kurzer Zeit hat sich die Sache wieder erledigt.

Langwedel – „Die Baustelle ist super organisiert. Alles tippitoppi“, findet Markus Redling. Seit Mitte August wird die Ortsdurchfahrt in Langwedel und Daverden saniert, Rinnen und Gossen sind als erste dran, dann die Bordsteine. Es gibt eine Wanderbaustelle, fast jeden Tag muss der Straßenverkehr an einer anderen Stelle stoppen, um eine Baustelle zu umfahren.

Außerdem regelt eine mobile Ampel den Verkehr. Und zwar so hervorragend, dass weder in die eine oder die andere Richtung längere oder größere Staus entstehen.

Trotzdem verzeichnet Markus Redling in seinem Edeka-Markt gut zehn Prozent weniger Kundschaft im Vergleich zu den Vor-Baustellen-Zeiten. Er habe rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, berichtet der Kaufmann. Ausfälle wie im Moment würden auf die Dauer zwangsläufig auch Auswirkung auf die Zahl der Mitarbeiter haben müssen.

„Ich hatte schon Anrufe aus Verden: ,Wann macht ihr denn wieder auf?’“ Da habe er dann aber richtig gestutzt. Wie kommen die Leute auf die Idee, der Edeka in Langwedel wäre während der Bauarbeiten komplett zu?

Markus Redling ist einer der Langwedeler Kaufleute, denen dieser Tage Kunden wegbleiben.

Eine ganz ungeahnte Erfahrung hat auch Ralf Storjohann von Fliesen Wilkens gerade erst dieser Tage gemacht. „Ich hatte jetzt Kunden aus Achim, die sind über Verden zu uns gekommen.“ Stellt sich die große Preisfrage: „Warum das denn?“

Antwort: Weil an der Landesstraße 158 in Achim-Uesen und in Dauelsen sowie interessanterweise mitten in der Wanderbaustelle in Daverden an der großen Kreuzung Schilder mit der Aufschrift „OD Langwedel – Bitte weiträumig umfahren – ab 16. August“ stehen. „OD“ meint Ortsdurchfahrt.

„Die Post läuft noch einigermaßen“, berichtet Ralf Storjohann. „Wie immer.“ Fliesenkunden kommen auch noch welche. Aber das Einzelhandelsgeschäft?

Die alteingesessene Firma August Wilkens ist bekannt für ihr Sortiment rund um Haus und Garten sowie in Sachen Deko und schenken. „Da ist Totentanz. Da ist hier keiner“, so Storjohann. Auch seine Nachbarn – der Handyladen, der Bäcker, der Hol-ab und so weiter – alle berichteten von ähnlichen Problemen und Sorgen. „Und unsere Geschäfte sind alle offen. Hier ist nichts geschlossen“, sagt Storjohann für die ganze Große Straße.

Und mehr als ausreichend Parkplätze finden sich vor den Langwedeler Geschäften auch trotz Wanderbaustelle, da habe sich überhaupt nichts geändert.

Apropos. Nachmittags ab 16 Uhr ist die Baustelle ohnehin abgebaut, hat auch Markus Redling beobachtet. Bis auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung läuft der Verkehr ab dieser Zeit durch Daverden und Langwedel völlig ungehindert.

Bleiben dann noch die in Langwedel so wenig geschätzten Schilder. Bei dieser Beschilderung handele es sich um Standardhinweise, so Rick Graue, Leiter des Geschäftsbereiches Verden der für die Baumaßnahme zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Beschilderung solle darauf aufmerksam machen, dass es in der Ortsdurchfahrt zu Staus oder stockendem Verkehr kommen könnte. Auch stellten sie keinen Zwang dar, Langwedel zu umfahren.

„Du kannst dort nicht durch“ - so verstehen etliche Autofahrer diese Schilder. Und liegen damit falsch.

Zu Beginn der Bauarbeiten hatten die Baufirma und die Landesbehörde noch überlegt, die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten in zwei Bauabschnitten an zwei Wochenende in den Herbstferien zu machen, was dann zweimal eine Vollsperrung mit Umleitung bedeutet hätte.

Aktuell laufen allerdings Planungen und Absprachen zwischen den Beteiligten, ob sich diese Maßnahmen nicht auf ein (um einen Tag) verlängertes Wochenende begrenzen ließen. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Aber wenn, dann würden die Anwohner und die Öffentlichkeit sofort informiert, was schon in der kommenden Woche der Fall sein könnte, ließ Rick Graue durchblicken.

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