MTV-Goldbachbühne feiert in Klenkes Gasthaus vor ausverkauftem Saal umjubelte Premier mit „Willi, de Fruchtbore“

Das unglaubliche Treiben des Willi Pusback

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Jetzt geht das Willi alias Harras an den Kragen. Der Filou hat das geschafft, drei Frauen gegen sich aufzubringen. Mindestens. ·

Langwedel - Von Inka Sommerfeld„Manege frei“ hieß es jetzt – der „Circus Ricardo“ gastiert in Klenkes Gasthaus. Doch es zeigten weder Artisten ihre Kunststücke noch trieben Clowns ihre Späße. Stattdessen verwandelte sich die Bühne in einen bunten Zirkuswagen, in dem die plattdeutsche Komödie der MTV-Goldbachbühne spielte.

Denn die feierte mit ihrem Dreiakter „Willi, de Fruchtbore“ vor ausverkauftem Saal eine umjubelte Premiere. Das begeisterte Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für amüsante Stunden: Flottes Spieltempo, hervorragendes Schauspiel und aberwitzige Dialoge sorgten für beste Unterhaltung. Regisseur Arno Stomberg, das Ensemble und die Helfer hinter der Bühne hatten wieder einmal großartige Arbeit geleistet.

Erste Lacher waren zu hören, als Elvira (Meike Söhl), Lebensgefährtin von Willi Pusback alias Zirkusdirektor Harry Harras (Richard Elling), selbigem sämtliche Ehegeschichten vorhält: zweimal verheiratet (natürlich gleichzeitig), Vater von zehn Kindern und finanziell ständig klamm. Mit jeder Einzelheit, die Elvira preisgibt, schwoll das Gelächter im Saal an.

Geld kommt in Harrys Kasse, als Gabriele Elfmann (Silke Thies) mit ihrem zurückhaltenden Ehemann Reiner (Axel Braun) im Gefolge hereinplatzt und redet – ohne Punkt und Komma. Ihr Anliegen, kurzgefasst: Sie wünscht, dass ihr Mann, von Beruf Polizist, „groß, stark und mutig“ wird. Mit Hypnose, denn ein Zirkusdirektor sollte das doch wohl können. Kann er auch, und aus dem ruhigen Beamten wird ein Polizeihauptkommissar, der sagt, wo es langgeht. Auch zuhause hat er bald die Hosen an und dämmt den Redeschwall seiner holden Gattin resolut ein.

Als Albert Röver (Ulrich Blome), Inspektor vom Langwedeler Ordnungsamt, Harrys Papiere kontrollieren will, weist der Hauptkommissar ihn streng in die Schranken. Harry staunt nicht schlecht – er hat ganze Arbeit geleistet. Also: Zirkus verkaufen und nur noch in Hypnose machen? Harry überlegt.

Inzwischen haben seine beiden Noch-Ehefrauen den Bigamisten Harry unabhängig voneinander ausfindig gemacht. Elvira, die inzwischen die Nase voll hat vom Modellstehen für einen nicht sehr treffsicheren Messerwerfer, hilft Willis erster Frau Elsbeth Pusback (Marlene Söhl) dabei, den Vater ihrer fünf Kinder zu finden. Die temperamentvolle Spanierin Esmeralda (Christin Schröter) bahnt sich allein den Weg zum Erzeuger ihrer ebenfalls fünf Kinder.

Es kommt, wie es kommen muss: Willi hat seine beiden Frauen und seine Lebensgefährtin gegen sich, angestachelt von Gabriele. Und wähnt sich in Sicherheit, als der Hauptkommissar die Sache bereinigen will - auf seine Weise. Natürlich flüchtet sich Willi von einer Ausrede in die andere – doch kann er der Rache der Damen entkommen?

Das erfahren Zuschauer am Freitag, 1. November (Theaterbeginn 20 Uhr, ab 18.30 Uhr Schlachtebüfett), Sonntag, 3. November (Beginn 19 Uhr, ab 17.30 Uhr Schnitzelbüfett), Sonnabend, 9. November (Beginn 19 Uhr mit anschließendem Tanz), Sonntag, 10. November (Beginn 13.30 Uhr, ab 12 Uhr Kohl- und Pinkelessen), und Donnerstag, 14. November (Beginn 20 Uhr). Selbstverständlich sind auch Besucher willkommen, die „nur“ das Theaterstück sehen wollen, ohne zuvor an einer Mahlzeit teilzunehmen.

Telefonische Reservierungen nimmt Familie Wieters unter der Rufnummer 0 42 32 / 14 98 entgegen. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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