Ein Tyrann von Bürgermeister

Theatergruppe Langwedelermoor startet mit plattdeutscher Komödie

+
Ähm, was soll jetzt die Sache mit den beiden Gewehren? Keine Bange, beim plattdeutschen Theater in Langwedelermoor wird zwar scharf geschossen – aber mit gut gesetzten Pointen. 

Langwedelermoor - Seit November schon treffen sich die Aktiven der Theatergruppe im Schützenverein Langwedelermoor. Erst waren es nur Leseproben, seit Januar wird aber wieder regelmäßig das neue Stück einstudiert. „So een Tyrann“ – eine Komödie in drei Akten von Bernd Gombolf und Heino Buerhoop hat man sich für diese Saison ausgesucht.

Noch ist es Zeit, bis sich der Vorhang im Schützenhaus Langwedelermoor zur Premiere hebt. So werden fleißig Texte gelernt und die Szenen durchgespielt, immer unter den strengen Augen des Regisseurs Günter Gätje. Christa Gieschen ist dabei, die Requisitenliste zu erstellen, während das Bühnenbild schon fast fertig ist – und auch ein paar Möbelstücke sind schon da. Zwei Probetermine pro Woche stehen bei den Laienspielern fest im Terminkalender.

Zum Inhalt der Komödie sei so viel verraten: Es geht amtlich zu. Bürgermeister Albert Babbel feiert seinen 50. Geburtstag. Der Babbel ist natürlich wieder eine Paraderolle für Richard Elling.

Da kann er sich genervt zeigen, wieder besonders „charmant“ zu seiner Frau Erna sein, die auch von einem Routinier gespielt wird, nämlich Sabine Cordes. Seine Tochter Lisa spielt Lena Fortriede, die mit dieser Rolle zum ersten Mal auf der Bühne steht.

Der Bürgermeister lässt beide Frauen für sich im Rathaus arbeiten. Seine Grobheiten werden noch durch die neue Sprechanlage im Rathaus verstärkt, mit deren Hilfe er die Befehle nun vom Schreibtisch aus erteilen kann. Erna und Lisa sind sich einig: Albert führt sich wie ein richtiger Tyrann auf.

Dies spürt auch Rosalinde, die Putzfrau, die den Bürgermeister immer wieder beim Einstudieren seiner Reden stört. Rosalinde, gespielt von Claudia Müller (geb. Gätje), die auch schon seit Jahren erfolgreich auf der Bühne steht, ist schrecklich neugierig. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Lauschen an verschlossenen Türen. Und diese Rosalinde hat mitbekommen, dass Lisa ein Verhältnis mit Peter Bachmann hat, dem Sohn des verhassten Bürgermeisters aus dem Nachbardorf. Schlagfertig und gewitzt spielt Timo Fortriede diese Rolle – ein Geschwisterpaar also als Liebespaar. Natürlich erfährt der Bürgermeister das Geheimnis durch Rosalinde, sodass er seine Tochter ultimativ auffordert, das Verhältnis sofort zu beenden.

Mehr soll noch nicht verraten werden. Welche Rolle spielt nun der Vertreter des Bürgermeisters, Eugen Schaufel, dessen hervorstehende Eigenschaft Habgier, Egoismus und Falschheit ist? Schaufel wird von Lars Badenhop gespielt. Oder Fritz Hoosbein, ein Gemeinderat und Landwirt, der etwas naiv und leichtgläubig ist. Das ist die richtige Rolle für den theatererfahrenen Thomas Gätje. Und was sollen die Gewehre?

Dieses Schauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen: Premiere ist am Freitag, 16. März, um 20 Uhr. Weiter geht es am Sonntag, 18. März um 10 Uhr (mit Frühstück), Freitag, 23. April, um 20 Uhr, Sonntag, 25. März um 14 Uhr (mit Kaffee und Kuchen), Donnerstag, 29. März, um 20 Uhr sowie am Ostermontag, 2. April, um 19 Uhr.

Karten können telefonisch bei Karin Gätje bestellt werden (Telefon 04232 / 94 50 500), die dann bis spätestens um 19.30 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden müssen.

Und nach der Aufführung kann es noch recht lustig im Schützenhaus zu Langwedelermoor sein. Weswegen viele Gäste auch noch ein bisschen länger bleiben. 

hu

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Syker Gourmetfestival

Syker Gourmetfestival

Weyher Ortsschildlauf

Weyher Ortsschildlauf

Meistgelesene Artikel

Neue Kita-Gruppen, neue Räume – und Namensänderung

Neue Kita-Gruppen, neue Räume – und Namensänderung

Geflügelmast und Sauenstall: Neubaupläne kaum umstritten

Geflügelmast und Sauenstall: Neubaupläne kaum umstritten

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

„Neues Konzept geht auf“

„Neues Konzept geht auf“

Kommentare