Täglich zwei Stunden geübt

Flüchtlingshilfe und Polizei bringen arabischen Frauen das Radfahren bei

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Auch mit Mitte 40 kann man noch Fahrradfahren lernen, wie Frauen aus Syrien und dem Irak jetzt mit Hilfe der Flüchtlingshilfe Langwedel und Polizeibeamtin Katja Brammer bewiesen. 

Etelsen - Sie sind Mitte 40 – und haben ihren Lebtag noch nie auf einem Fahrrad gesessen. Dabei wohnen sie nicht gerade zentral, da wäre fürs Einkaufen als auch für einen Verwandtenbesuch und ein Stück Unabhängigkeit ein Rad mehr als nur nützlich. Die Flüchtlingshilfe Langwedel (FLAN) hat sich dieses Problems angenommen

Drei Frauen im mittleren Alter (43 bis 46 Jahre) aus Syrien und dem Irak ermöglichte man jetzt, das Fahrradfahren zu erlernen. Besonders Ingrid Künzel engagierte sich für das Trio, auch die Polizistin Katja Brammer aus Achim war mit Einsatz dabei.

Die drei Frauen wohnen seit Januar im Flecken Langwedel und sind tatsächlich noch nie in ihrem Leben vorher Fahrrad gefahren. So wurde ein Kurs organisiert und drei Fahrräder besorgt - und natürlich Fahrradhelme, die brachte Katja Brammer von der Achimer Polizei mit. In den vergangenen Wochen wurde täglich zwei Stunden geübt, nach zehn Stunden saß der Umgang mit dem Fahrrad, wahrlich keine leichte Aufgabe für erwachsene Frauen. Katja Brammer arbeitete übrigens mit einem kleinen Trick: Anfangs hatten die Räder keine Pedale, wurden wie Laufräder benutzt – und so Gleichgewichtssinn und Balance trainiert.

FLAN-Vereinsvorsitzender Manfred Schablow hatte sich an die Gemeindeverwaltung gewandt, die stellte den Schulhof in Etelsen als Übunsplatz zu Verfügung. Mittlerweile wagen sich die drei Neuradfahrerinnen auch auf die Etelser Gemeindestraßen. Jetzt richten Ingrid Künzel und die Flüchtlingshilfe einen Aufruf an die Bevölkerung, 26er Fahrräder zur Verfügung zu stellen, damit das Erlernte nicht gleich wieder flöten geht. 

hu

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