Tierische Rettungsaktion endet glimpflich

Feuerwehr zieht 31 Jahre alten Wallach aus Güllegrube

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Mit Hilfe von Gurten und technischem Gerät zogen die Rettungskräfte in gemeinsamer Anstrengung, gepaart mit Fingerspitzengefühl, den alten Wallach durch den engen Betonschacht hindurch aus der Güllegrube.

Völkersen - Das Pferde-Unglück in Völkersen hat ein gutes Ende gefunden, das Tier wurde gerettet. Wie gestern berichtet, war der Vierbeiner am Sonntagabend auf einem Hof an der Straße Hinterm Damm infolge einer zerbrochenen Betonplatte in eine Güllegrube gestürzt.

Mit Hilfe von Spezialgurten für Tierrettung, die von einem anderen Landwirt organisiert und dem Pferd um den Körper gelegt worden seien, hätten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Völkersen den 31 Jahre alten Wallach aus seinem stinkenden Gefängnis befreien können, berichtete Ortsbrandmeister Nils Schorling gestern auf Nachfrage. Dem Pferde-Oldie gehe es den Umständen entsprechend gut.

„Er hat sich während der gesamten Rettungsaktion überraschend ruhig verhalten“, sagte Schorling. Ein Tierarzt aus Verden habe die mehrstündige Hilfsoperation, die ohne den Einsatz der Polizei oder des Veterinäramtes ablief, überwacht.

Das sehr betagte Pferd hatte zuvor auf dem Hofgelände gegrast und war dann auf die Betonplatte getreten, die unter seinem Gewicht plötzlich zerbarst. Schorling nennt Materialermüdung als Unglücksursache. Die 90 mal 90 Zentimeter große Betonplatte sei „durchgegammelt, weil die Stahlmatten darunter durch aggressive Gülledämpfe über die Jahre zerfressen wurden“, informierte der Völkerser Brandmeister.

Der nach unten fallende Wallach hatte dann noch Glück im Unglück. Er überlebte nur, weil die laut Schorling mehrere Meter breite und fast vier Meter tiefe Grube lediglich zu 1,40 Meter mit Gülle gefüllt war. „Der Pferderist und -kopf guckten gerade noch raus. So konnte er frei atmen.“

mm

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